Adolf, Gustav, König von Schweden (1594-1632)
Die Gegend um die kleine Stadt Lützen (Burgenlandkreis im Süden Sachsen-Anhalts) war 1632 Schauplatz einer der entscheidendsten Schlachten des 30jährigen Krieges. Gustav Adolf, König von Schweden, fiel hier bei einem Gefecht gegen die Kaiserlichen Truppen am 15. November. Lützen ist heute Wallfahrtsort für viele Geschichtsinteressierte. Sehenswert: Gedenkstein am ehemaligen Schlachtfeld, Gustav-Adolf-Gedenkstätte, Museum im Schloss Lützen mit einem Großdiorama der Schlacht bei Lützen (3.600 Zinnfiguren). www.sachsen-anhalt-tourismus.de
Aken
Die im 13. Jahrhundert von Albrecht dem Bären gegründete Stadt an der Elbe liegt westlich von Dessau-Rosslau. Vieles der mittelalterlichen Stadtanlage mit Toren und Türmen ist erhalten. Kleine Schifferhäuser und denkmalgeschützte Fachwerkhäuser schmücken die Altstadt. Der Marktplatz mit dem 1490 gebauten Spätrenaissance-Rathaus und die Nikolai- sowie die Marienkirche mit ihren Doppeltürmen prägen das Stadtbild. Nördlich von Aken lockt die zum Biosphärenreservat Mittelelbe gehörende Elblandschaft mit ihren Auen die Besucher an. www.aken.de
Aktivurlaub
Sachsen-Anhalt ist mit seinen abwechslungsreichen Landschaften ein Paradies für Naturliebhaber und Aktivurlauber. Im weiten Norden Sachsen-Anhalts bietet die Altmark ideale Bedingungen für Radwanderer, Reiter (größtes Reitwegenetz Europas), Wanderer, Wasserwanderer und Familien mit Kindern - vom aktiven Urlaub auf dem Bauernhof bis zur Floßfahrt. Im Takt des Paddelschlags geht es auf den Flüssen des „Blauen Bandes“ durch abwechslungsreiche Landschaften, auf der Saale zum Beispiel entlang südlich anmutender Weinhänge, auf der Elbe durch das UNESCO-Biosphärenreservat Mittelelbe. Geschichtsträchtig wandern lässt es sich auf dem sagenumwobensten aller deutschen Berge, dem Brocken im Nationalpark Harz, der im Winter auch zum Langlauf oder zur Luchsspurensuche einlädt. Unter anderem auch möglich in Sachsen-Anhalt: Mountainbiking (Harz), Segeln, Surfen, Motorbootfahren, Klettern. www.sachsen-anhalt-tourismus.de
Albrecht I. von Brandenburg (der Bär) (1100-1170)
Albrecht I. von Brandenburg (auch Albrecht von Ballenstedt) war einer der bedeutendsten Askanier, eine ursprünglich schwäbische Dynastie, die sich im 6. Jahrhundert auf dem Gebiet des heutigen Sachsen-Anhalt ansiedelte. Er gründete 1134 die Mark Brandenburg und wurde erster Markgraf der Nordmark, des Gebiets nördlich von Magdeburg und westlich der Elbe. Den Beinamen „der Bär” erhielt er in Anlehnung an den Beinamen seines schärfsten Widersachers, Heinrich „der Löwe”. www.sachsen-anhalt-tourismus.de
Alexisbad
Historischer Heilort (seit 1810) im Selketal, unweit von Harzgerode. Bekannt geworden ist Alexisbad durch sein jod-, fluor- und eisenhaltiges Wasser. Das Baukonzept für die Kuranlagen stammt von Karl Friedrich Schinkel. Besonders sehens- und genießenswert: Schöne Fachwerk-Gästehäuser aus der zweiten Hälfte des 19. Jh., Heilquelle, Luisentempel (1823), historischer Bahnhof der Selketalbahn. Viele Wanderwege, darunter der attraktive Selketalstieg und Aussichtspunkte in der Umgebung. Von Alexisbad schnell zu erreichen: Quedlinburg (Unesco-Weltkulturerbe, Domschatz, historische Altstadt), Wernigerode (Schloß, Rathaus), Halberstadt (Dom, Domschatz), Thale (Hexentanzplatz, Harzer Bergtheater, Brocken, Brockenbahn). www.alexisbad.de, www.harzinfo.de
Aller-Radweg / Aller-Elbe-Radweg
Überregionaler Radweg in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt, der auf 285 Kilometern Länge von der Weser bis zur Elbe führt. Benannt nach und entlang der Aller, einem der bedeutendsten Flüsse in Niedersachsen. Unterwegs buntes Angebot aus Natur, Kultur (historische Städte und Museen) und Technik (Wasserstraßenkreuz Magdeburg). Von der Aller-Mündung in die Weser (Bei Verden/Niedersachsen) bis zur Quelle der Aller bei Eggenstedt (Bördelandkreis). Verbindung zum Harzvorlandweg bei Huysburg und zum Saale-Radwanderweg, bzw. zum Radfernweg Saale-Harz. Über den Aller-Elbe-Radweg gelangt man in Richtung Magdeburg zur Anbindung an den Elberadweg bei Hohenwarthe. Überwiegend flaches Gelände, zum größten Teil asphaltiert und meist autofrei. Sehenswerte Orte unterwegs: Seggerde, Walbeck, Marienborn, Bebertal, Hundisburg, Hillersleben, Groß Ammensleben, Haldensleben und Magdeburg. www.allerradweg.de
Allrode (KO)
Allrode liegt malerisch auf einer Hochfläche des Unterharzes, abseits von verkehrsreichen Straßen. Mit seinem milden Klima inmitten von Wiesen und ausgedehnten Fichten-Buchen-Wäldern ist Allrode ein beliebter Kurort (KO) für Menschen mit Erkrankungen der Atemwege oder mit Herz- und Kreislaufleiden. Von Allrode schnell zu erreichen: Quedlinburg (Domschatz, historische Altstadt), Wernigerode (Schloß, Rathaus), Halberstadt (Dom, Domschatz), Meisdorf (Golfplatz) und die Burg Falkenstein, Thale (Hexentanzplatz, Harzer Bergtheater, Brocken, Brockenbahn). www.allrode.de, www.kuren-sachsen-anhalt.de
Allstedt, Schloss und Burg (SdR)
Hoch über dem Städtchen Allstedt ("Straße der Romanik") liegt eine der sehenswertesten Burgen Sachsen-Anhalts, die schon Thomas Müntzer und Johann-Wolfgang Goethe besuchten. Solche und andere Begebenheiten dokumentiert das Burgmuseum (ehemalige Kernburg) der im 10. bis 12. Jahrhundert in ottonischer Zeit viel besuchten Kaiserpfalz. Imposante Anlage mit steinernen Zeugen von der Spätgotik bis zum Barock. Besonders sehenswert: Burgküche, Schlosskapelle, Burgmuseum, Innenhof. www.schloss-allstedt.de
Alter Dessauer (1676-1747)
Fürst Leopold I. von Anhalt-Dessau war einer der bekanntesten preußischen Generäle und Heeresreformer. Er soll unter anderem den Gleichschritt in Preußens Armee eingeführt haben und nahm als Heeresführer an zahlreichen Feldzügen und Kriegen teil, darunter dem Spanischen Erbfolgekrieg. Die Region Anhalt-Dessau wurde durch den beliebten und volksnahen "Alten Dessauer" entscheidend geprägt. Während seiner fast 50jährigen Regierungszeit ab 1698 verabschiedete er zahlreiche Reformen in den Bereichen Industrie, Landwirtschaft, Steuern und Infrastruktur (Befestigung der Elbdeiche, Brückenbau über Elbe und Saale). Der Dichter Theodor Fontane widmete ihm das Gedicht "Der alte Dessauer". Sehenswert: Das Denkmal vor der Marienkirche in Dessau -Rosslau ihm zu Ehren. 2012 begeht der Landesteil Anhalt sein 800jähriges Jubiläum. www.anhalt800.de
Altjeßnitz (GT)
Das kleine Dörfchen im Kreis Anhalt-Bitterfeld, kurz vor Wolfen und dem Muldestausee, beherbergt Deutschlands ältesten barocken Irrgarten („Gartenträume“), der mit 2.600 Quadratmetern gleichzeitig auch der größte noch erhaltene Irrgarten seiner Art in Deutschland ist. Er ist eingebettet in eine Park- und Schlossanlage im Stil des späten Barock, die in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts gebaut wurde. Besonders sehenswert: schöner alter Baumbestand, Feldsteinkirche aus dem 12. Jahrhundert sowie die malerisch und besonders ursprünglich noch in alten Flussschleifen fließende Mulde (Grenze zum Biosphärenreservat Mittelelbe). www.altjessnitz.de, www.gartentraeume-sachsen-anhalt.de
Altmark
Die im Norden Sachsen-Anhalts liegende Altmark - doppelt so groß wie das Saarland - mit ihren weiten, naturbelassenen Landschaften ist ideal für Ruhesuchende und Aktivurlauber, wie Wanderer, Radfahrer und Reiter. Die Havel und vor allem die Elbe mit ihren Auenlandschaften haben die Altmark, ältestes Siedlungsgebiet der Mark Brandenburg, geprägt. Acht alte Hansestädte – darunter Tangermünde, Salzwedel, Stendal – schlossen sich 1998 zum „Altmärkischen Hansebund“ zusammen. Viele Backsteinbauten und frühe Kirchen ("Straße der Romanik"). Im Sommer ist die Altmark Storchenland. Mit Otto von Bismarck wurde ein Altmarksohn (Schönhausen) erster Kanzler des Deutschen Reiches. www.altmarktourismus.de.
Altmärkische Wische
Besonders ursprüngliches und malerisches Marschland im Urstromtal der Elbe, die Sachsen-Anhalt auf 303 Kilometern durchfließt. Typisch altmärkische Landschaft mit zahlreichen Entwässerungsgräben und sehenswerten Städten wie Seehausen, Havelberg, Osterburg und Werben (Portal der Petrikirche!). Ideale Reiseregion für Angler, Wasserwanderer und Naturliebhaber, die hier unter anderem eine vielfältige Greifvogelwelt beobachten können. An der "Straße der Romanik". www.altmarktourismus.de
Altmarkrundkurs
Rad-Rundkurs im Norden von Sachsen-Anhalt. Auf mehr als 500 Kilometern Strecke umrundet der längste Radrundkurs Sachsen-Anhalts die sogenannte "Alte Mark" und durchquert dabei alle charakteristischen Landschaften der Region. Zahlreiche Abstecher führen immer wieder in die Mark hinein. Bester Startpunkt: Salzwedel, danach weiter über Arendsee (Baden!), Osterburg, Havelberg, Schönhausen, Genthin, Tangermünde, Jerichow, Stendal, Gardelegen und Diesdorf. Der Rundkurs verläuft abseits großer Verkehrswege auf teils gut ausgebauten Radwegen (asphaltiert und nicht asphaltiert) sowie teilweise auf verkehrsarmen Landstraßen. An der Strecke: zahlreiche romanische Bauwerke an der "Straße der Romanik" und mehr als 200 Feld- und Backsteinkirchen. Gute Bedingungen auch für Reiter und Wassersportler. www.altmark-rundkurs.de, www.altmarktourismus.de
Angeln
An den vielen klaren und naturnahen Flüssen und Seen Sachsen-Anhalts lässt es sich hervorragend angeln. Rund 90 Angelvereine kümmern sich um die Wünsche der Angler und die Gewässerpflege. Sachsen-Anhalt bietet auch 100 behindertengerechte Angelplätze. Zum Angeln ist ein Fischereischein nötig, ausgenommen von dieser Notwendigkeit sind Personen mit ständigem Wohnsitz im Ausland. Zusätzlich ist eine Angelkarte Pflicht, die für ein bestimmtes Revier und Gewässer und einen festgelegten Zeitraum vor Ort gekauft werden muss. Infos beim Landesanglerverband. www.lav-sachsen-anhalt.de
Anhalt
Anhalt wurde durch Erbteilung 1212 erstmals ein Staatsgebilde und gehört zu den ältesten und kleinsten aber kulturhistorisch bedeutsamsten Kulturlandschaften Deutschlands. Der ehemalige Gliedstaat des Heiligen Römischen Reiches ist heute Teil des Bundeslandes Sachsen-Anhalt. In seiner 800jährigen Geschichte sind von der Region viele Impulse von weltweiter Bedeutung ausgegangen, die Anhalt immer schon zu einem wohlbekannten Land der Ideen und des Aufbruchs machten. Der Name Anhalt geht auf die Burg Anhalt (auch „Krone Anhalts“ genannt) bei Harzgerode zurück, die Stammburg des Fürsten-Geschlechts der Askanier war, welches sich im 6. Jh. auf dem Gebiet des heutigen Sachsen-Anhalt ansiedelte. Durch Erbteilung wurde Anhalt mehrfach zersplittert, unter anderem in Anhalt-Dessau, Anhalt-Köthen und Anhalt-Zerbst. 1570 wieder vereinigt, wurde es 1603 erneut in Kleinstaaten geteilt, und auch danach veränderten sich die Grenzen der Fürstentümer. Von 1863-1918 war Anhalt Herzogtum, von 1918-1934 Freistaat (der Weimarer Republik) und ab 1934 das Land Anhalt. Nach 1945 wurde aus der ehemaligen preußischen Provinz Sachsen und aus Anhalt das Land Sachsen-Anhalt in der Sowjetischen Besatzungszone. Schon nach der Verwaltungsreform 1952 wurde das Land Sachsen-Anhalt aber wieder aufgeteilt, und der ehemals anhaltische Teil gehörte zu den DDR-Bezirken Halle und Magdeburg. Nach der deutschen Wiedervereinigung 1990 gab es das Land Sachsen-Anhalt (Bundesland Sachsen-Anhalt) mit leicht veränderten Grenzen wieder. 2012 feiert Sachsen-Anhalt 800 Jahre Anhalt und will mit einem vielfältigen Programm die historisch bedeutsamen Wurzeln und die besonderen Traditionen des Landstrichs wieder stärker ins Bewusstsein der Einheimischen und der Besucher rücken. www.anhalt800.de
Anhaltisches Theater Dessau
Das Anhaltische Theater Dessau ist ein Mehrspartentheater mit Schauspiel, Musiktheater (Oper, Operette, Musical), Ballett, Konzert (Anhaltische Philharmonie) und Puppentheater. Eines der größten und vor allem schönsten Theater Sachsen-Anhalts. Farbfest in der Tradition des Bauhauses und Saisoneröffnung des Anhaltischen Theaters immer am 1. Samstag im September. www.anhaltisches-theater.de
Anreise / Transport
Sachsen-Anhalt liegt im Herzen Deutschlands und grenzt an Niedersachsen, Thüringen, Sachsen und Brandenburg. Von der Landeshauptstadt Magdeburg aus sind es 150 km bis Berlin, 280 km bis Hamburg, 420 km bis Frankfurt (Main) und 225 Kilometer bis Frankfurt (Oder). Das sachsen-anhaltische Halle (Saale) und das weniger als 40 Kilometer davon entfernte Leipzig profitieren gemeinsam vom Flughafen Leipzig-Halle. Die Autobahnen A2, A9, A14 und A38, gut ausgebaute Bundesstraßen und eines der dichtesten Eisenbahnnetze Europas sowie ein gutes Nahverkehrssystem sorgen für kurze und bequeme Wege zu allen Sehenswürdigkeiten. Bei Fahrten mit der Deutschen Bahn empfiehlt sich das Sachsen-Anhalt-Ticket. Auf Sachsen-Anhalts Schienen fährt außerdem der Harz-Elbe-Express (HEX). Auch für Wanderer und Radwanderer und über die vielen Wasserstraßen wie die Elbe ist Sachsen-Anhalt gut zu erreichen. www.sachsen-anhalt-tourismus.de.
Arche Nebra (HW)
Multimediales Besucherzentrum zur Himmelsscheibe von Nebra im Örtchen Wangen bei Nebra (Burgenlandkreis), am Fuße des Mittelberges, dem Fundort der 3.600 Jahre alten bronzenen Sternenkarte. Das Original der Himmelsscheibe ist im Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle (Saale) zu sehen. Besonders sehenswerte Architektur und beliebtes Ausflugsziel! In Form einer stilisierten Arche schwebt das Gebäude scheinbar über dem malerischen Unstruttal. Die umfang- und wissensreiche Dauerausstellung mit anschaulichen Modellen ist barrierefrei begehbar und auch für Kinder sehr gut geeignet. Highlight: die Planetariumsshow! Von der Arche Nebra führt ein Fußweg auf den Mittelberg zum Fundort der Himmelsscheibe und zu einem Aussichtsturm mit Aussicht bis zum Brocken. Die Arche Nebra ist Teil der Tourismusroute „Himmelswege“ (HW). www.himmelswege.de
Architektouren
Mit dem weltberühmten Bauhaus in Dessau, der Grünen Zitadelle in Magdeburg (Hundertwasser), romanischen Bauwerken an der „Straße der Romanik“, Kunstwerken der Backsteingotik, Industriebauwerken von Weltgeschichte, UNESCO-geschützten Fachwerkstädten und vielen anderen architektonischen Meisterwerken ist Sachsen-Anhalt ein beliebtes und lohnendes Ziel für Architekturtouristen. Unter der Motto Architektouren werden beispielsweise thematische Touren durch die drei größten Städte Sachsen-Anhalts, Magdeburg, Halle (Saale), Dessau-Rosslau angeboten, die eine spannende Entdeckungsreise zur Architektur des 20. Jahrhunderts versprechen. www.architekturtourismus.de
Arendsee (BB, SdR)
Der Arendsee gilt als einer der schönsten und saubersten Seen Norddeutschlands und ist der größte natürliche See Sachsen-Anhalts („Blaues Band“). Perfekt für alle Wassersportler, Wanderer und Radwanderer! Wer nicht selbst ans Steuer will, schippert während einer Rundfahrt mit dem Raddampfer "Queen Arendsee" übers Wasser. Von Mai bis September ist das Schiff gleichzeitig ein schwimmendes Standesamt. Die gleichnamige Stadt am Seeufer ist der wichtigste Erholungsort in der Altmark. Seit 1874 Kurbetrieb als Kaltwasserheilanstalt. Badeanstalt mit schönem Strand. Besonders sehenswert: Ruinen des Benediktinerinnenklosters St. Marien (Station an der "Straße der Romanik"), Klostergarten- und Kirche, Heimatmuseum. www.arendsee.de
Aschersleben (GT)
Aschersleben ist die älteste Stadt Sachsen-Anhalts. 15 Türme der alten Stadtbefestigung stehen noch, die schöne Altstadt ist saniert. Die Stadt liegt nordöstlich des Harzes, gilt als „Tor zum Harz“. 2010 Ausrichterin der Landesgartenschau. und eine der 19 Städte der Internationalen Bauaustellung Stadtumbau 2010 (IBA). Besonders sehenswert: Renaissance-Rathaus von 1518, Grauer Hof (gräflicher Wirtschaftshof von 1309, ältester Profanbau), St. Stephanikirche (Wahrzeichen, 1407), Marktkirche, Ascherslebener Globus (im Stadtpark), Planetarium, Städtisches Museum mit Tempel einer Freimaurerloge, Drive-Through-Gallery. Im Zoo leben weiße Tiger. Der Ascherslebener Majoran ist für seinen Geschmack berühmt. Weltberühmt ist der in der Stadt aufgewachsene Künstler Neo Rauch. www.aschersleben-tourismus.de
Askanier
Die Askanier waren eine ursprünglich schwäbische Fürsten-Dynastie, die sich im 6. Jahrhundert auf dem Gebiet des heutigen Sachsen-Anhalt ansiedelte. Bekannter Vertreter ihres Geschlechts war Albrecht von Brandenburg, der Gründer der Mark Brandenburg. Die Askanier nannten sich nach der Grafschaft Aschersleben in der Altmark, latinisiert „Ascanien”. Die touristische Spurensuche auf den Wegen der Askanier ist an vielen Orten in Sachsen-Anhalt lohnend, besonders auch im Harzvorland, in Ballenstedt und Dessau. www.sachsen-anhalt-tourismus.de
Aufklärung
Das 18. Jahrhundert gilt als das Zeitalter der Aufklärung, der zweiten großen geistigen Bewegung, die Europa nach der Reformation erfasste. Gerade von dem Gebiet des heutigen Sachsen-Anhalt gingen damals zahlreiche Impulse für die deutsche Kultur und das europäische Geistesleben aus, die sich vor allem gegen feudale Herrschaftssysteme richteten und Vernunft statt Ideologie sowie die bürgerliche Freiheit förderten. Politik, Wirtschaft, Kultur und Künste erlebten große Veränderungen und Erneuerungen. Viele berühmte Personen haben in dieser Zeit in Sachsen-Anhalt ihre Spuren hinter lassen, darunter der Dichter Johann Wilhelm Ludwig Gleim, Leopold III. Friedrich Franz von Anhalt-Dessau (Gartenreich Dessau-Wörlitz) und die erste deutsche Ärztin, Dorothea von Erxleben. Rund 20 Museen, Sammlungen und Bibliotheken dokumentieren das in abwechslungsreichen Präsentationen unter dem Motto "Sachsen-Anhalt und das 18. Jahrhundert", eine Initiative des Museumsverbandes Sachsen-Anhalt. www.mv-sachsen-anhalt.de
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