Tourismus-Marketing Sachsen-Anhalt GmbH

Tourismus-Marketing Sachsen-Anhalt
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Bach, Johann Sebastian (1685-1750)

Johann Sebastian Bach (31. März 1685 in Eisenach geboren, 28. Juli 1750 in Leipzig gestorben) war einer der drei berühmtesten Barock-Komponisten, die in Sachsen-Anhalt wirkten, sowie begeisterter Organist und Klaviergenie. Zusammen mit Georg Friedrich Händel und Georg Phillip Telemann bildete er ein barockes Dreigestirn, dessen Lebensspuren an vielen Orten in Sachsen-Anhalt noch erlebbar sind. Die weltberühmten Brandenburgischen Konzerte schrieb Bach in Köthen (Anhalt), wo er von 1717 bis 1723 Hofkapellmeister des Fürsten Leopold von Anhalt-Köthen war. Bach-Orte in Köthen: Schloss mit Bachgedenkstätte, Schlosskapelle und Spiegelsaal.
www.bachstadt-koethen.de, www.musikland-sachsen-anhalt.de, www.sachsen-anhalt-tourismus.de



Backsteinbaukunst
Prägender Baustil im Norden Sachsen-Anhalts (besonders häufig in der Altmark) der sich von Norditalien und den Niederlanden im 12. Jahrhundert bis nach Osteuropa ausbreitete und durch seine gebrannten, leuchtend roten Ziegel und verschiedene Stein-Setzmuster besonders vielfältig und auffällig ist. Zeugnisse der Backsteinbaukunst finden sich in vielen prächtigen Domen, Klöstern aber auch in stillen Dorfkirchen. Beispiele: Kloster Jerichow, Backsteinkirche Beuster (eine der ältesten nördlich der Alpen), Havelberger Dom, Rathaus Tangermünde.
www.altmarktourismus.de
 


Bad Dürrenberg

Staatlich anerkannter Erholungsort an der Saale, im Städtedreieck zwischen Halle, Leipzig und Naumburg. Besonders sehenswert ist das in Europa in seiner Größe einzigartig erhaltene Gradierwerk. Seit über 230 Jahren wird in Bad Dürrenberg Salz gewonnen, die dem Meeresklima ähnliche Luft hilft bei Atemwegserkrankungen. Schöner Kurpark und naturnahe Saaleaue am Saale-Radwanderweg.
www.stadt-bad-duerrenberg.de



Bad Kösen (BB, KO, SdR)
Die Kur- und Weinstadt Bad Kösen (staatlich anerkanntes Heilbad) liegt im Süden Sachsen-Anhalts, südwestlich von Naumburg und inmitten des nördlichsten Weinbaugebiets Deutschlands, in der malerischen Natur des Saaletals, mit Weinhängen und Wanderwegen zu imposanten Burgen wie der Rudelsburg und der Burg Saaleck („Straße der Romanik“). Personenschifffahrt auf der Saale, unter anderem zur Rudelsburg. Im südlichen Klima Bad Kösens erholte sich schon der Dichter Theodor Fontane. Auch sehenswert: Romanisches Haus (11. Jh.) – ältestes erhaltenes weltliches Gebäude im Osten Deutschlands, das einst dem Zisterzienserkloster Schulpforta als Wirtschaftshof diente. Kurpark mit Trinkhalle von 1910, neugotische Lutherkirche, Gradierwerk.
www.badkoesen.de



Bad Lauchstädt, Goethestadt (GT)

Die Goethe- und Kurstadt Bad Lauchstädt liegt im Süden Sachsen-Anhalts, 10 km westlich von Merseburg und 15 km nördlich von Halle. Nach Entdeckung einer Heilquelle zählte der Ort im 18. und 19. Jahrhundert zu den berühmtesten Kurbädern Deutschlands - Künstler, Dichter, Literaten, thüringischer und sächsischer Adel erholten sich hier. Johann Wolfgang von Goethe leitete ab 1791 das örtliche Theater. Nach seinen Anregungen und Plänen von Heinrich Gentz  entstand 1802 das Sommertheater im Kurpark, dessen barocke Bühnentechnik bis heute funktioniert und für Theateraufführungen genutzt wird, u.a. währende der Händel-Festspiele. Im Barock wurden im Sommertheater Stücke Goethes und Schillers aufgeführt. Die prachtvollen historischen Kuranlagen vermitteln heute ein besonders eindrucksvolles Bild eines  historischen Badeortes und sind Teil der „Gartenträume“.
www.stadt-bad-lauchstaedt.de



Bad Salzelmen (KO)
Die 780 Jahre alte Salzstadt Schönebeck mit ihrem beeindruckenden Elbpanorama und stattlichen Kirchen liegt im Herzen Sachsen-Anhalts, in der Magdeburger Börde und inmitten der Elbtalaue. In den krummen Gässchen des historischen Stadtteils Bad Salzelmen wohnten einst die Salzsieder. Das Solebad (staatlich anerkanntes Heilbad) der Stadt ist das älteste Deutschlands (1802). Das weiße Gold prägte die Stadt viele Jahrhunderte und bescherte ihr zahlreiche Prachtbauten. Zu den Wahrzeichen gehören das 300 m lange Gradierwerk im Kurpark und der 32 m hohe Soleturm. Im ehemaligen Rathaus informiert ein Museum über die Salzgeschichte und die Elbschifffahrt. Radwandern, Baden, Angeln und Wandern im nahen Seengebiet Plötzky-Pretzien.
www.schoenebeck-elbe.de, www.solepark.de



Bad Schmiedeberg (GT, KO)
Bad Schmiedeberg ist ein Moor- und Mineralheilbad (staatlich anerkanntes Heilbad) im Herzen des Naturparks Dübener Heide. Seit 1878 wird hier Moor zu Heilzwecken eingesetzt. Spaß für die ganze Familie bietet das Erlebnisbad „Basso“ mit Außenbecken und Wasserrutsche. Sehenswert: prächtige Renaissancebauten und Jugendstilhäuser, Kurhaus von 1908, spätgotische Stadtkirche, Rathaus aus dem 16./17. Jh., Stadtwald mit Aussichtsturm auf die Dübener Heide.
www.bad-schmiedeberg.de



Bad Suderode (KO)
Bad Suderode ist ein modernes Calcium-Soleheilbad (staatlich anerkanntes Heilbad) zu Füßen des Harzes im Landkreis Harz, dessen Heilquelle bereits 1480 urkundlich erwähnt wurde. Vielfältige Kuranwendungen - von warmen Calciumsolebädern bis Hot-Stone-Massage und Nordic Walking. Besonders sehenswert sind der Kurpark mit dem Beringer Tempel (Heilquelle), die historischen Logierhäuser mit schönen Schnitzereien und die alte Kirche mit teilweise romanischen Mauern und Wandmalereien. Schöne Ausflüge: Harzer Schmalspurbahn, Stiftskirche von Gernrode, Quedlinburg.
www.bad-suderode.de



Baden
Kühles Nass genießen, das geht in Sachsen-Anhalt fast überall. Das größte Badegewässer des Bundeslandes ist der Arendsee in der Altmark, der auch als einer der saubersten Seen Deutschlands gilt. Baden kann man auch wieder in der Elbe. Besonders seichte und malerische Flussbadestellen liegen im Biosphärenreservat Mittelelbe. Zum Elbebadetag wird jedes Jahr im Juli eingeladen. Detaillierte Badegewässerkarte mit rund 60 Badestellen:
www.badesee-sachsen-anhalt.de



Ballenstedt (GT, SdR)
Ballenstedt liegt landschaftlich reizvoll eingebettet zwischen den Ausläufern des Unterharzes und ist Routenpunkt an der „Straße der Romanik“. Das Benediktinerkloster St. Pancratius und Abundus hat eine bewegte Geschichte. 1043 wurde auf dem Schlossberg (schöne Schlossanlage) ein Kollegiatsstift gegründet, der 1123 zum Kloster wurde. Der Ort ist Stammsitz der Askanier und gilt als Wiege Anhalts. In der romanischen Krypta der Nicolaikapelle liegt Albrecht von Brandenburg (der Bär) begraben, der bedeutendste Askanier des 12. Jh. Zu den „Gartenträumen“ gehört der 29 Hektar große, märchenhafte Schlosspark mit vielen Skulpturen, gärtnerischen Ideen aus mehreren Jahrhunderten und schöner Aussicht auf den Vorharz.
www.ballenstedt.de



Barrierefreies Reisen
Viele touristische Betriebe und öffentliche Einrichtungen in Sachsen-Anhalt erfüllen die aktuellen Standards der Barrierefreiheit. Auch viele der berühmtesten Sehenswürdigkeiten sind barrierefrei erlebbar. Im Gartenreich Dessau-Wörlitz gibt z.B. ein ausführlicher Plan nach dem Ampelsystem Auskunft über geeignete Wegstrecken und Schwierigkeitsgrade für Rollstuhlfahrer, der Salzlandkreis hat eine eigene Broschüre zu barrierefreien Angeboten aufgelegt und das Biosphärenreservat Mittelelbe bietet im Südteil (Informationszentrum Auenhaus) spezielle Angebote für Sehbehinderte und Blinde in der stimmen- und geruchsintensiven UNESCO-geschützten Natur des Gebietes. Detaillierte Reisetipps stellen die einzelnen Anbieter und regionalen Tourismusverbände zur Verfügung.
www.sachsen-anhalt-tourismus.de



Bauhaus (Unesco-Weltkulturerbe)
1925/26 wurden in Dessau das berühmte Bauhausgebäude und die Meisterhäuser nach Entwürfen von Walter Gropius errichtet (heute UNESCO-Welterbe und Sitz der Stiftung Bauhaus Dessau). Zum Bauhausensemble gehören auch das ehemalige Arbeitsamt im Stadtzentrum von Dessau-Rosslau und die Wohnsiedlung Törten mit 314 Reihenhäusern. Ganz in der Nähe sind nach Entwürfen von Bauhaus-Architekten errichtete Laubenganghäuser, ein Stahlhaus und das ehemalige Wohnhaus des Bauhaus-Künstlers Carl Fieger zu finden. Zum Bauhaus-Kuratorium und den Lehrern gehörten Berühmtheiten wie Wassily Kandinsky, Lyonel Feininger, Paul Klee und Oskar Schlemmer. Das Bauhaus war damals die einflussreichste Bildungsstätte für Architekten, Künstler und Designer und sein Einfluss so bedeutend, dass der Begriff „Bauhausstil“ bis heute oft für Modernes in Architektur und Design steht. 1932 wurde das Bauhaus in Dessau von den Nationalsozialisten geschlossen. Im Bauhaus wird 2010 die Überblicksausstellung zur Internationalen Bauaustellung IBA Stadtumbau 2010 gezeigt.
www.bauhaus-dessau.de; www.luther-bauhaus-gartenreich.de
 

Beatles-Museum
Das private Beatles-Museum in Halle (Saale), eröffnet 2000, ist die größte öffentliche Beatles-Einrichtung weltweit. Auf 500 Quadratmetern, in 16 Räumen (inkl. Shop und Kinoraum), sind seltene Plakate, Schallplatten, Alltagsgegenstände, Originale und Kuriositäten zu sehen, die sehr viele auch weit angereiste Fans der Pilzköpfe besuchen. Die sehr umfangreiche und liebevolle Ausstellung ist unterteilt in „Beatles bis 1970“ und „Die Solo-Beatles“.
www.beatlesmuseum.net



Bergwitzsee (BB)
Der 180 Hektar große Bergwitzsee liegt am nördlichen Rand des Naturparks Dübener Heide und südlich der Lutherstadt Wittenberg. Der künstliche See (ehemaliger Braunkohletagebau) bietet Surfern, Seglern, Anglern und Tauchern zahlreiche Sportmöglichkeiten. Boote (ohne Motor) können ausgeliehen werden. Direkt am See liegt ein naturnaher und ökologisch ausgerichteter Campingplatz. Der See (gehört zum „Blauen Band“) ist mit dem Rad über den Europaradwanderweg R1 gut zu erreichen. Besonders familienfreundlich.
www.bergwitzsee.de



Bernburg, Schloss (SdR)
Über Bernburg, gut 30 km südlich Magdeburgs an der „Straße der Romanik“, erhebt sich das schon im 12 Jh. erwähnte und im 16. Jh. umgebaute (Renaissance), komplett erhaltene Schloss Bernburg – gerühmt als „Krone Anhalts“. Auf dem Burgfried aus dem 12. Jh., dem Eulenspiegelturm, war Till Eulenspiegel Turmwächter. Das prächtige Langhaus wurde 1570 vollendet. Die Ecktürme aus dem 16. Jh. zeigen Reliefs von Fürsten der Reformation. Schlosspark mit Orangerie, Schlossmuseum, Anhaltische Mineraliensammlung. Im ehemaligen Burggraben lebt ein Braunbärenpaar (Kinder!). Prächtige Aussicht auf das Saale-Tal. Sehenswert in Bernburg: Rathaus, Kloster, mehrere Kirchen (Dorkirche St. Stephani, 12 Jh.!). Der Landesteil Anhalt begeht 2010 sein 800jähriges Jubiläum.
www.bernburg.de 



Besucherbergwerke / Bergbau
Sachsen-Anhalt hat eine reiche Bergbaugeschichte, von der bis heute sehenswerte Besucherbergwerke künden, in denen mancherorts sogar Theaterstücke aufgeführt werden („Theater unter Tage“ im Harz). Der Bergbau begann in Sachsen-Anhalt und Mitteldeutschland mit der Salzgewinnung in den Salinen und mit der Kupferschiefergewinnung und -verhüttung am südlichen Harzrand. Der Stein- und Braunkohlenbergbau sowie der Steinsalz- und Kalibergbau sind jüngeren Datums. Die Baumannshöhle (Rübeland, Landkreis Harz) ist eine der ältesten Schauhöhlen der Welt (reicher Tropfsteinschmuck, Knochenfunde des Höhlenbären). Das Schaubergwerk und Bergbaumuseum Röhrigschacht im Harzort Wettelrode (nahe Sangerhausen) (
www.roehrigschacht.de) ist das einzige Bergbaumuseum in Sachsen-Anhalt mit eigener Seilfahrt und einem der ältesten in Betrieb befindlichen Fördergerüste Europas (auch Veranstaltungsort des Harzer Kulturwinters). Weitere Schaubergwerke wie Buchenberg: www.glueck-auf-tour.de, und Industriedenkmäler: www.kohle-dampf-licht.de



Bett und Bike
Über 100 fahrradfreundliche Gastbetriebe (Hotels, Pensionen, Jugendherbergen Campingplätze, Ferienwohnungen) nach der Klassifikation des ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrrad Club) verteilen sich entlang der ausgedehnten Radwanderwege Sachsen-Anhalts. Hier kann der Radler als Minimum erwarten: abschließbarer Raum für das Rad, ein vitamin- und kohlenhydratreiches Frühstück, Karten und Fahrpläne, Reparatur-Sets, Information über die nächsten Werkstätten, Übernachtung auch für nur eine Nacht, Trockenmöglichkeit für Kleidung und Ausrüstung.
www.bettundbike.de



Biber / Elbebiber
Der Biber war Ende des 19. Jh. in Mitteleuropa fast ausgestorben. Heute leben in Sachsen-Anhalt wieder 2.300 wilde Biber, davon über die Hälfte im Biosphärenreservat Mittelelbe. Durch seinen Dammbau renaturiert er Landschaften und trägt zur Artenvielfalt von Tieren und Pflanzen bei.  Im Informationszentrum „Auenhaus“ des Reservats können Besucher (auch schön für Kinder!) alles Wissenswerte über Biber lernen und in der nahen Biberfreianlage eine Biberfamilie auf ca. 2 Hektar bei ihrem Tagesablauf (Einblick in Wohnhöhle!) beobachten.
www.elbebiber.de



Biosphärenreservat Karstlandschaft Südharz
Das Reservat gehört zum über 30 Jahre alten UNESCO-Programm „Mensch und Biosphäre“. Ziel: Erhaltung und Weiterentwicklung der Landschaft für Mensch, Pflanzen- und Tierwelt. Das Reservat ist 30.000 Hektar groß und liegt im Landkreis Mansfeld-Südharz. Es ist Teil einer 100 km langen Karstlandschaft, die von Sachsen-Anhalt über Thüringen bis Niedersachsen reicht. Das Reservat ist eine in Europa einmalige bizarre Landschaft, zu der die Städte Sangerhausen und Stolberg und 15 Gemeinden gehören. Großer Artenreichtum von, auch seltenen, Tieren und Pflanzen (420 streng geschützte Pflanzen der Roten Liste).
www.bioreskarstsuedharz.de



Biosphärenreservat Mittelelbe
Das Reservat gehört zum über 30 Jahre alten UNESCO-Programm „Mensch und Biosphäre“. Ziel: Erhaltung und Weiterentwicklung der Landschaft für Mensch, Tier- und Pflanzenwelt. Das Reservat ist 125.743 Hektar groß und umfasst das Elbtal in Sachsen-Anhalt, sowie u.a. Teile von Mulde, Havel, Saale, Schwarzer Elster und mehrere Tausend Klein- und Stillgewässer. Landschaft: Flusstäler, Altwasser, Auwälder, Binnendünen, etc. Pflanzen: Über 400 Jahre alte Auenwälder, Auenwiesen, ca. 25.000 Solitäreichen, viele streng geschützte „Rote-Liste-Arten“. Tiere: 310 von 469 in Deutschland bekannten Vogel-Arten. Einmaliger Artenreichtum bei Fischen, Amphibien, Insekten. Über 1.000 Biber. Elberadweg. „Straße der Romanik“. „Gartenträume“. Im Reservat kann man Wandern, Radeln, Pilgern, Reiten und Wassersport betreiben.
www.mittelelbe.com



Bismarck, Otto Fürst von (1815 – 1898)
Otto Fürst von Bismarck wurde am 1. April 1815 in Schönhausen an der Elbe in der sogenannten Alten Mark (heute Altmark) geboren und in der 1212 geweihten Dorfkirche („Straße der Romanik“) getauft. Ein Seitenflügel des ehemaligen Herrenhauses (Rittergut um 1700) seiner Familie beherbergt ein Bismarck-Museum. Hier an der Elbe schützte Bismarck als viel gerühmter Deichmeister die Menschen vor den Fluten, bevor er später als erster Reichskanzler des Deutschen Reiches die Geschicke des Landes lenkte.
www.sachsen-anhalt-tourismus.de



Bitterfeld-Wolfen
Bitterfeld-Wolfen war seit dem 19. Jh. ein bedeutender Standort der Chemie-Industrie und des Braunkohlebergbaus. In Wolfen entwickelte AGFA den ersten Farbfilm – heute ist hier ein Industrie- und Filmmuseum, u.a. mit einer großen Sammlung von Foto- und Filmkameras. Bitterfeld hat sich zu einem Zentrum für Wassersport, Tourismus und Freizeit entwickelt und ist seit der Flutung eines ehemaligen Braunkohlereviers zur „Hafenstadt“ am Goitzsche-See (2.500 Hektar) geworden. Der Goitzsche-See (das „Bitterfelder Meer“) ist einer der beiden größten künstlichen Seen Deutschlands.
www.bitterfeld-wolfen.de



Blankenburg (GT, KO, SdR)
Blankenburg, im nördlichen Harzvorland an der „Straße der Romanik“ gelegen, ist einer der Kurorte des Bundeslandes. Das „Große Schloss“ (12. Jh.) auf dem „Blanken Stein“ (daher Blankenburg) wurde bis 1718 zum Barock-Schloss umgebaut. Kurz danach entstand das „Kleine Schloss“ als Gartenschloss mit einem barocken Terrassengarten in der Altstadt. Die Schlossgärten und Parks (107 Hektar) gehören zu den „Gartenträumen“ . Weitere Sehenswürdigkeiten: Zisterzienserkloster Michaelstein (12. Jh.) mit Musikinstrumentenausstellung, Bartholomäuskirche (13. Jh.) und Rathaus (15. Jh.), Altstadt mit Fachwerkhäusern, die Teufelsmauer am östlichen Stadtrand, die Burgruine Regenstein. Blankenburg hat das mildeste Klima im Harz.
www.blankenburg.de



Blaues Band
Obwohl Sachsen-Anhalt ein Binnenland ist, liegen viele seiner touristischen Hauptorte und Sehenswürdigkeiten an den zahlreichen Flüssen und Seen des Landes. Das „Blaue Band“ ist eine der vier touristischen Markensäulen und steht für die wassertouristischen Angebote der Reiseregion - für Urlaub auf und am Wasser (Wassersport, Fahrgastschifffahrt, flussbegleitende Radwanderwege (
www.fluss-radwege.de), Camping- und Natururlaub am Wasser, Wandern, Reiten, Veranstaltungen am Wasser, Städte am Wasser). Wichtigstes touristisch genutztes Gewässer ist die Elbe mit 303 Flusskilometern. Außerdem: Saale, Unstrut, Elbe-Havel-Kanal, Mittellandkanal, Mulde und Seen wie Arendsee, Bergwitzsee, Muldestausee, Stausee Kelbra, Süßer See und Bergbaufolge-Seelandschaften wie Geiseltalsee, Goitzsche, Harzer Seeland. www.blaues-band.de, www.sachsen-anhalt-tourismus.de



Bodetal
Das Bodetal im Harz wird „Grand Canyon Deutschlands“ genannt. Die am Brocken entspringende Bode hat Schluchten bis zu 280 m tief in das Harzer Bergland gegraben. In dem knapp 500 Hektar großen Naturschutzgebiet (seit 1937) gibt es nur drei Orte: Thale (Norden), Altenbrak und Treseburg (Süden). Das Bodetal ist ein monumentales Paradies für Wanderer (nur auf den ausgeschilderten Wegen) mit der Garantie für spektakuläre Blicke. Viele seltene Pflanzen und Tiere. Highlights: Bodekessel, Kronensumpf, Goethefelsen, Teufelsbrücke. Am westlichen Rand des Tals liegt Deutschlands größte Talsperre, die Rappbodetalsperre.
www.bodetal.eckpunkt.de



Bördemuseum, Burg Ummendorf
Das Bördemuseum in der Burg Ummendorf ist das (!) kulturgeschichtliche Regionalmuseum für die Magdeburger Börde. Ummendorf liegt am nordwestlichen Rand der Börde am Aller-Radweg. Das Museum, gegründet 1924 als Heimatmuseum, zeigt die Geschichte des Magdeburger Landes, der Landwirtschaft und des Alltagslebens auf dem Land. Zum Museum gehört auch ein Kräutergarten mit 500 Pflanzenarten.
www.boerde-museum-burg-ummendorf.de



Brocken / Harz
Der Brocken ist der wohl sagenumwobenste aller deutschen Berge und mit 1.142 Metern der höchste Berg im Norden Deutschlands und im Nationalpark Harz, der touristisch bekanntesten und beliebtesten Region in Sachsen-Anhalt. Schon Goethe bestieg den Brocken (sein Brockenbesuch im Winter 1777 gilt als erste Winterbesteigung überhaupt) und beschrieb ihn später in der berühmten Walpurgisnacht-Szene im „Faust“. Vor der Wiedervereinigung 1990 war der Brocken Teil der innerdeutschen Grenze und Sitz einer Abhöranlage der Staatssicherheit sowie militärischer Einrichtungen sowohl der westlichen Allierten als auch der Sowjetarmee. Heute liegt er am sogenannten „Grünen Band“, dem wieder Natur gewordenen Grenzstreifen mit einmaliger Artenvielfalt von Flora und Fauna. Zu den beliebtesten Attraktionen zählt eine Fahrt mit der dampfbetriebenen Harzer Schmalspurbahn (Brockenbahn) auf den Brocken und der Besuch von Brockenhaus mit Brockenmuseum und Brockenwirt auf dem Gipfel. Umfangreiche touristische Infrastruktur in den Brockenorten am Fuß des Berges, wie Schierke, Thale oder Braunlage. Einmalige Wanderwege (z.B. Harzer Hexenstieg, Goetheweg), Mountainbikestrecken und im Winter Skimöglichkeiten (Langlauf). Außerdem besonders sehenswert: Brockengarten, Torfhaus, Luchse im Nationalpark.
www.harzinfo.de



Buchdorf
Mühlbeck-Friedersdorf, nahe Bitterfeld-Wolfen, ist seit 1997 das erste Buchdorf Deutschlands. 14 Antiquariate, die auch an fast allen Sonn- und Feiertagen geöffnet haben, haben sich hier u.a. im ehemaligen Dorfgasthaus, in der alten Schmiede, der alten Feuerwehr und dem Pfarrhaus eingerichtet. Es gibt 20 Buchdörfer in Europa.
www.buchdorf.com



Büchenberg
Das Schaubergwerk Büchenberg liegt ca. zwei km nördlich von Elbingerode auf dem Weg nach Wernigerode im Ostharz. In dieser Grube wurde von 1936 bis 1970 Eisenerz abgebaut (auf der Elbingeröder Hochfläche seit 1.000 Jahren). Seit 1989 ist das Bergwerk (1.  Schaubergwerk im Ostharz) für Besucher (barrierefrei) eingerichtet und geöffnet. Am Bergwerk (mit Kinderspielplatz) beginnt und endet ein sieben km langer „Bergbaugeschichtlicher Lehrpfad“ über 400 Jahre Eisenerzbergbau im Harz.
www.schaubergwerk-elbingerode.de



Bundesland Sachsen-Anhalt
Sachsen-Anhalt liegt in der Mitte Deutschlands, zwischen Arendsee und Zeitz, Harz und Fläming und grenzt an die Bundesländer Niedersachsen, Brandenburg, Sachsen und Thüringen. Die Landeshauptstadt Magdeburg liegt im Herzen des Bundeslandes. Gesamtfläche Sachsen-Anhalts: 20.445 Quadtratkilometer, Einwohnerzahl: 2,44 Millionen, 365 Gemeinden, darunter 111 Städte sowie 11 Landkreise. Sehr gute Anreisemöglichkeiten und Kombinationsmöglichkeiten z.B. mit Berlin und Leipzig. Beherbergungskapazität: rund 50.000 touristische Betten (Betriebe ab neun Betten inklusive Camping). Geschichtlich  gehörte das Gebiet des heutigen Sachsen-Anhalt vor der deutschen Wiedervereinigung 1990 nur von 1945 bis 1952 zusammen.
www.sachsen-anhalt.de



Burg (SdR)
Die Stadt Burg liegt im Jerichower Land nordöstlich von Magdeburg an der „Straße der Romanik“. Die Oberkirche Unser Lieben Frauen ist der dritte Kirchenbau an dieser Stelle am Rande der Altstadt. Der erste Bau wurde im 12. Jh. erwähnt, das jetzige Aussehen (Gotik)  geht zurück auf das 15. Jh.. Wandmalereien aus dem 15. Jahrhundert. Altaraufsatz, Kanzel und Taufe wurden von dem Magdeburger Bildhauer Michael Spies Anfang des 17. Jh. geschaffen. Die Unterkirche St. Nicolai (12. Jh.) aus Granitquadern ist nahezu komplett erhalten, inklusive Taufstein und Altarplatte. Kanzel von Michael Spies. Sehenswert: die alte Gerberei (ca. 1450).
www.stadt-burg.de



Burg Falkenstein (SdR)
Die Burg Falkenstein (12 Jh., erweitert und umgebaut) ist eine der beeindruckendsten und besterhaltenen Burgen des Harzes. Sie liegt nahe Meisdorf an der „Straße der Romanik“ über dem Selketal. Zur Burg gehört ein Museum mit Kunst, Waffen und Möbeln aus dem Mittelalter. Burggaststätte, spätgotische Küche, Falkenhof mit einheimischen Greifen. Angeblich soll Eike von Repgow hier das wichtigste Rechtsbuch des Mittelalters in deutscher Sprache verfasst haben – den „Sachsenspiegel“.
www.romanikstrasse.de



Burg Giebichenstein (SdR)
Die Burg Giebichenstein in Halles ältestem Siedlungsgebiet wurde erstmals im 10. Jh. erwähnt. Von dieser Burg ist nichts mehr erhalten. Die Erzbischöfe von Magdeburg, die hier residierten, errichteten im 12. Jh. einen Neubau. Von dieser ältesten der vielen Burgen an der Saale ist die im 15. Jh. gebaute Unterburg zu großen Teilen erhalten, die Oberburg ist seit dem 30jährigen Krieg Ruine. Anfang des 19. Jh. zog es viele Dichter und Schriftsteller der Romantik zu diesem von ihnen viel besungenen „verfallenen Schloss“. Heute befindet sich ein Teil der Hochschule für Kunst und Design Halle in der Burg, die an der „Straße der Romanik“ liegt.
www.romanikstrasse.de, www.halle.de 



Burgen / Schlösser
Entlang der „Straße der Romanik“ zeugen viele gut erhaltene und aufwändig sanierte Burgen und Schlösser vom Glanz vergangener Zeiten, in denen das Gebiet des heutigen Sachsen-Anhalt eine Impulsregion für Kunst, Kultur und Politik in ganz  Mitteleuropa war. Berühmte Namen finden sich deshalb viele in den trutzigen Gemäuern, darunter die legendärer Kaiser und Könige, aber auch solche wie Eike von Repgow, der auf der Burg Falkenstein das wichtigste Rechtsbuch des Mittelalters in deutscher Sprache verfasst haben soll. Weitere sehenswerte Burgen: Saaleck, Rudelsburg, Burg Giebichenstein in Halle, Burg Falkenstein, Burg Querfurt, Schloss Neuenburg in Freyburg (Unstrut), Burg und Schloss Allstedt, Schloss Goseck und die Seeburg (Auswahl).
www.sachsen-anhalt-tourismus.de



Bürger, Gottfried August (1747-1794)
Gottfried August Bürger (1747-1794) wurde als Sohn eines Pfarrers in dem Dorf Molmerswende bei Quedlinburg im Ostharz geboren. Nach Studien der Theologie und Rechtswissenschaft wurde er Dichter (Balladen) und Schriftsteller zur Zeit des „Sturm und Drang“. Sein heute bekanntestes Werk sind die Lügengeschichten über die „Feldzüge und Abenteuer des Freiherrn von Münchhausen“.


 


Burgscheidungen (GT)
Auf  dem Standort einer bereits im 9 Jh. erwähnten Burg errichtet, erhebt sich seit dem 16. Jh. ein Renaissance-Schloss – wie es seines Gleichen sucht. Traumhaft über dem Tal der Unstrut zwischen Laucha und Nebra im Burgenlandkreis gelegen, gehört es, Dank seines Terrassengartens im italienischen Stil mit Grottenhof und zahlreichen Skulpturen, heute zu den 43 Gärten- und Parkanlagen der „Gartenträume – Historische Parks in Sachsen-Anhalt“. www.schloss-burgscheidungen.de

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