|
Degenershausen (GT) Benannt nach dem Amtsrat Degener, welcher den Park 1834 als Hochzeitsgeschenk für seine Tochter Amalie anlegen lies. Heute beheimatet der Park mit einer Fläche von zwölf Hektar mehr als 175 Arten und Gattungen einheimischer und fremder Gehölze. Dessau-Roßlau (GT, Unesco-Weltkulturerbe) Die Doppelstadt Dessau-Roßlau im Süden Sachsen-Anhalts, zwischen Lutherstadt Wittenberg, Zerbst und Köthen, wurde mit dem Bauhaus und dem Gartenreich Dessau-Wörlitz („Gartenträume“) weltbekannt. Die Bauhausgebäude, die Meisterhäuser und das Gartenreich zählen zum Welterbe der UNESCO. Auch das Biosphärenreservat Mittelelbe, in das Dessau-Roßlau eingebettet ist, steht unter dem Schutz der UNESCO. Die Stadt ist das Herzstück der Reiseregion Luther-Bauhaus-Gartenreich, die auf weniger als 35 km - einmalig in Deutschland - gleich drei Orte mit Welterbestätten miteinander verbindet und Anziehungspunkt für Kulturtouristen aus aller Welt ist. Außerdem besonders sehenswert: Johanniskirche mit Gemälden von Cranach, Marienkirche, Wasserburg Roßlau, Tierpark, Anhaltische Gemäldegalerie, Technikmuseum Hugo Junkers, Kurt-Weill-Zentrum, Anhaltisches Theater Dessau. In der Nähe: Baggerstadt Ferropolis, Buchdorf Mühlbeck-Friedersdorf. Radwegenetz in alle Richtungen des Landes, besonders interessant: Gartenreichtour Fürst Franz. 2012 begeht der Landesteil Anhalt sein 800jähriges Jubiläum. www.dessau-rosslau-tourismus.de, www.luther-bauhaus-gartenreich.de, www.anhalt800.de Diesdorf (SdR) Der Ort Diesdorf („Straße der Romanik“) liegt am nordwestlichen Rand der Altmark, nahe der Grenze zu Niedersachsen. Die Augustinernonnen-Klosterkirche St. Maria und Crucis (12. Jh.) ist die erste romanische Backsteinkirche in der Altmark mit Gewölbesystem (Kreuzgurtgewölbe). Triumphkreuz (ca. 1490), Heiliges Grab (1330), Grabsteinplatte (1273). Diesdorf rühmt sich des einzigen volkskundlichen Freilichtmuseums (1911) in Sachsen-Anhalt, dem ältesten Deutschlands. www.diesdorf.de Dolmengöttin von Langeneichstädt (HW) Die „Dolmengöttin von Langeneichstädt“ ist eine von vier Stationen der archäologischen Erlebnisroute „Himmelswege“, einer Markensäule des sachsen-anhaltischen Tourismusmarketings. 1987 wurde in dem kleinen Ort Langeneichstädt, zwischen Querfurt und Merseburg im Süden Sachsen-Anhalts, eine außergewöhnliche Grabanlage aus dem Mittelneolithikum entdeckt, die einen Menhir mit eingeritzter Dolmengöttin und mehrere Schmuckstücke enthielt. Sie künden von den Jenseitsvorstellungen der Steinzeitmenschen und von magischen Bräuchen zu dieser Zeit, die das Berühren der Dolmengöttin vorsahen. www.himmelswege.de Dom St. Johannes und St. Laurentius Merseburg, Schloss und Kapitelhaus (SdR) Der Dom St. Johannes und St. Laurentius in Merseburg mit Schloss und Kapitelhaus ist eine von vier Domschätze-Stationen in Sachsen-Anhalt und ein besonders sehenswertes Bauwerk (eine eigene Reise wert) an der „Straße der Romanik“. Im Ostchor befindet sich die Grabplatte Rudolph Ludwigs von Schwaben. Im „Zauberspruchgewölbe“ in der Südklausur des Doms sind die berühmten Merseburger Zaubersprüche (Mitte 10. Jh.) als Faksimile zu sehen, die älteste Handschrift in althochdeutscher Sprache mit vorchristlichem Inhalt (germanisches Brauchtum) und die einzige, in der germanische Götter handeln. Der berühmte Orgelbauer Friedrich Ladegast fertigte die Domorgel, die mit 5.687 Pfeifen als eine der größten und klangschönsten Orgeln Mitteldeutschlands gilt. In unmittelbarer Nähe liegt die dem gleichnamigem Maler gewidmete Willi-Sitte-Galerie. www.merseburger-dom.de, www.romanikstrasse.de Dom St. Peter und Paul zu Naumburg (SdR) Naumburg liegt im Süden Sachsen-Anhalts im Burgenlandkreis in der Wein- und Burgenlandschaft an der Mündung der Unstrut in die Saale. Der romanisch-gotische Naumburger Dom St. Peter und Paul (13. Jh.) ist die meistbesuchte Attraktion an der „Straße der Romanik“. Sehenswürdigkeiten: Krypta des Vorgängerdoms (1042), romanisches Kreuz (12. Jh.), Naumburger Domschatz (sakrale Kunst und Kultur, älteste Pieta Deutschlands, Cranach-Altarflügel, Johannesschüssel (13. Jh.), etc) im Domschatzgewölbe. Berühmt ist der Dom auch wegen seiner vom „Naumburger Meister“ geschaffenen Stifterfiguren, insbesondere der des Paares Markgraf Ekkehard und seiner Frau Uta (13. Jh.). Der Dom ist die meistbesuchte Station an der "Straße der Romanik" und 2011 Kernort der Landesausstellung "Der Naumburger Meister - Bildhauer und Architekt im Europa der Kathedralen". www.romanikstrasse.de, www.naumburg-tourismus.de, www.naumburger-dom.de Dom St. Stephanus und St. Sixtus zu Halberstadt Der Dom St. Stephanus und St. Sixtus zu Halberstadt, eine von vier Domschätze-Stationen in Sachsen-Anhalt, ist ein besonders sehenswertes Bauwerk (eine eigene Reise wert) an der „Straße der Romanik“ und der europäischen Kulturroute Transromanica. Er wurde 1236-1486 nach dem Vorbild französischer Kathedralen errichtet und beherbergt die mit 650 Stücken größte Sammlung mittelalterlicher Kunst, die in Deutschland einer Kirche erhalten blieb. Als besonders wertvoll gilt die rund 300 Stücke umfassende Textiliensammlung mit einzigartigen romanischen Bildteppichen wie dem ältesten erhalten gebliebenen Bildteppich Europas (1,14m x 10,04 m). www.dom-und-domschatz.de Domschätze / Kirchenschätze (SdR) In Sachsen-Anhalt liegen die Wurzeln des deutschen König- und Kaisertums und des Heiligen Römischen Reiches: Im Mittelalter galt etwa die heutige Landeshauptstadt Magdeburg neben Konstantinopel als drittes Rom. Viele prunkvolle Dome, Kirchen, Klöster und ihre Kostbarkeiten künden von der Weltgeltung dieser Region und von Macht und Reichtum ihrer einstigen Herrscher. Zwei der bedeutendsten deutschen Kirchenschätze sind in Sachsen-Anhalt zu sehen, in Halberstadt im Dom Stephanus und St. Sixtus und in Quedlinburg in der Stiftskirche St. Servatius. Auch der Dom St. Peter und Paul zu Naumburg und der Dom St. Johannes und St. Laurentius in Merseburg mit Schloss und Kapitelhaus bergen staunenswerte Kirchenschätze, die modern inszeniert ausgestellt werden und so die Lebenswelten ihrer Zeit nachvollziehbar machen. Im Tourismusmarketing werden die Domschätze als „Glanzstücke an der ‚Straße der Romanik’“ bezeichnet. www.romanikstrasse.de, www.sachsen-anhalt-tourismus.de Domstädte Schon weit aus der Ferne sind sie zu sehen, die Wahrzeichen der acht Domstädte Sachsen-Anhalts. Imposante Bauwerke aus unterschiedlichen Epochen künden von einer bewegten Vergangenheit und waren im Laufe der Jahrhunderte immer wieder Schauplätze historischer Ereignisse. Berühmte und einmalige Domschätze lagern hinter ihren Mauern und laden Besucher zur Besichtigungstour, zum Beispiel in die Stiftskirche St. Servatius in Quedlinburg, die zum Welterbe der UNESCO zählt und einen der bedeutendsten deutschen Domschätze birgt. Alle acht Domstädte Sachsen-Anhalts: Halberstadt, Halle (Saale), Magdeburg, Merseburg, Havelberg, Naumburg, Stendal, Zeitz. www.sachsen-anhalt-tourismus.de, www.romanikstrasse.de Drömling, Naturpark Der Naturpark Drömling reicht westlich von Gardelegen bis zur Grenze zu Niedersachsen. Er ist 28.000 Hektar groß, davon sind 10.000 Hektar Naturschutzgebiet. Seine Existenz verdankt der Park letztlich Friedrich dem Großen, der das damals reine Moorgebiet entwässern und kultivieren ließ. Der Naturpark ist von vielen Entwässerungskanälen und Gräben durchzogen. Die vielfältige Landschaft bietet einer großen Artenvielfalt von Pflanzen und Tieren Heimat und Schutz (viele seltene und vom Aussterben bedrohte Arten!). Vogelzuggebiet: Zehntausende Kraniche und Wildgänse. www.naturpark-droemling.de Drübeck, Kloster (GT, SdR) Das Kloster Drübeck, im 9. Jh. zuerst erwähnt, liegt am nördlichen Harzrand von Streuobstwiesen umgeben im Ort Drübeck an der „Straße der Romanik“ und gehört mit seinen wunderschönen Gärten zu den „Gartenträumen“. Die Klostergärten (u.a. die fünf „Gärten der Stifterinnen“) und der Hof mit der 1730 gepflanzten „Klosterlinde“ (Naturdenkmal) wurden Anfang des 18. Jh. angelegt. Schon von weitem zu sehen sind die Doppeltürme der Klosterkirche St. Vitus. Das ehemalige Benediktinerinnen-Kloster St. Vitus ist heute Evangelisches Zentrum. www.kloster-druebeck.de Dübener Heide, Naturpark Der Naturpark Dübener Heide liegt zwischen Elbe und Mulde, reicht von Leipzig bis zur Lutherstadt Wittenberg, und ist mit 75.000 Hektar das größte zusammenhängende Waldgebiet (Misch- und Kieferwälder) im deutschen Tiefland. Wälder und Seen, Heidelandschaft, Moore und Auenlandschaft wechseln sich ab und laden zu Wassersport, Radfahren, Wandern (500 km Wander- und Radwege) und Reiten ein. Hier leben viele Wildtiere, auch der Biber, der Wappentier der Region ist. Der Naturpark wirbt für sich mit dem Slogan „Im Land der Frische“. www.duebener-heide.de |