Tourismus-Marketing Sachsen-Anhalt GmbH

Tourismus-Marketing Sachsen-Anhalt
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Magdeburg (BB, GT, SdR)
Magdeburg ist Hauptstadt Sachsen-Anhalts. Die 1.200 Jahre alte Elbmetropole war im Mittelalter politisches Zentrum in Europa und galt neben Konstantinopel als drittes Rom. Sie war Kaiserresidenz und preußische Festung und ist heute, nach Halle (Saale), die wichtigste Kulturstadt des Bundeslandes (u.a. Theater, Kabarett, Opern- und Schauspielhaus, Geburtsstadt Telemanns). Magdeburg ist Hansestadt und touristisches Drehkreuz des Reiselandes (sehr gute Anreisemöglichkeiten: Bahn, Schiene, Wasserstraßen), Schnittpunkt der achtförmigen (1.000 km langen) „Straße der Romanik“ und zentral gelegener Ausgangspunkt für Erkundungsreisen in alle Regionen des Landes. Wahrzeichen der Stadt ist der Magdeburger Dom, der erste gotisch konzipierte Kathedralbau und einer der größten Kirchenbauten Deutschlands. Seinen Vorgängerdom ließ der erste deutsche Kaiser Otto I., dessen Lieblingsresidenz Magdeburg war, im 10. Jh. errichten. Im Dom befindet sich heute Ottos Grablege und das Grabmal seiner Frau Editha. An den Ufern der Elbe liegen gleich vier Gartenanlagen, die zu den „Gartenträumen“ gehören: Elbauenpark, Herrenkrugpark, Stadtpark Rothehorn und Klosterbergegarten mit den Gruson-Gewächshäusern. Auf der Elbe („Blaues Band“, „Biosphärenreservat Mittelelbe“) fährt die Weiße Flotte entlang der Ottostadt. Weitere Sehenswürdigkeiten sind u.a.: das Hundertwasser-Architekturprojekt Grüne Zitadelle, Alter Markt mit Altem Rathaus, Magdeburger Reiter, Otto-von-Guericke-Denkmal/Lukasklause, Kulturhistorisches Museum (hervorragende Mittelalterausstellungen), Kloster Unser Lieben Frauen mit Kunstmuseum, „Haus der Romanik" (Infozentrum zur „Straße der Romanik“) und das nördlich der Stadt gelegene Wasserstraßenkreuz Magdeburg.
www.magdeburg.de, www.sachsen-anhalt-tourismus.de, www.romanikstrasse.de, www.gartentraeume-sachsen-anhalt.de, www.blaues-band.de 


Magdeburger Börde
Die Magdeburger Börde bezeichnet das große Gebiet in der Mitte Sachsen-Anhalts zwischen der Altmark im Norden, der Elbe im Osten, dem Harz im Süden und der Grenze zu Niedersachsen im Westen. Die Börde ist Teil der Landes-Planungsregion Elbe-Börde-Heide. Die Flüsse Aller, Saale und Bode queren die Börde, eine Landschaft mit wenig Wald, den fruchtbarsten Böden Deutschlands und trockenem Klima.
www.magdeburger-boerde.de


Magdeburger Dom (SdR)
Der Dom zu Magdeburg St. Mauritius und St. Katharina ist das Wahrzeichen der Stadt und der erste gotisch konzipierte Kathedralbau sowie einer der größten Kirchenbauten Deutschlands. Baubeginn war 1209, geweiht wurde der Dom 1362, und erst 1520 wurden die beiden 101 m hohen Westtürme fertiggestellt. Den Vorgängerdom ließ der erste deutsche Kaiser Otto I., Begründer des Deutschen Reiches, dessen Lieblingsresidenz Magdeburg war, im 10. Jh. errichten. Im Dom befindet sich heute seine Grablege und das Grabmal seiner ersten Frau Editha – und international bedeutende Ausstellungsstücke aus fast allen Kunststilepochen: Spolien (Bauteile, Reste) aus dem ottonischen Vorgängerbau; Bronzegrabplatten aus der Romanik; Skulpturen aus Sandstein (Frühgotik), hier besonders die Portalfiguren der klugen und törichten Jungfrauen; das reichgeschmückte Chorgestühl der Domherren (14. Jh.); Renaissancebildwerke; Mahnmal von Barlach (20. Jh.).
www.magdeburg.de, www.romanikstrasse.de, www.sachsen-anhalt-tourismus.de 


Magdeburger Recht
Das Magdeburger Recht bezeichnet eine ab dem 12. Jh. von der Stadt Magdeburg ausgehende Reform der Rechtsordnung, die den Städten weitgehende Eigenständigkeit und Unabhängigkeit - vor allem von herrschaftlicher Willkür - und ihren Bürgern mehr Rechte und Rechtssicherheit in der Stadt brachte: z.B. vererbliches Eigentum, persönliche Freiheit, Unversehrtheit von Leib und Leben, Regeln für das Wirtschaftsleben (Buchführung, Haftung, etc.), keine Sippenhaft, Zeugenbeweis. Das Magdeburger Stadtrecht führte auch zur Trennung von Gesetzgebung, Verwaltung und Rechtssprechung in der Stadt. Frühester Beleg für die Existenz des Magdeburger Stadtrechts ist ein Schreiben des Erzbischofs Wichmann von 1188. Zusammen mit dem „Sachsenspiegel“ (älteste Rechtssammlung, Eike von Repgow, 1224), der Landrecht und Lehnsrecht behandelt, prägte das Magdeburger Stadtrecht die Rechts- und somit auch Kulturgeschichte vor allem von Mittel- und Osteuropa weit über das Mittelalter hinaus.


Magdeburger Telemann-Festtage
Zu Ehren Georg Philipp Telemanns finden alle zwei Jahre in seiner Geburtsstadt Magdeburg die musikalischen „Telemann-Festtage“ statt (2010, 2012 etc.), in den Jahren dazwischen der „Internationale Telemann-Wettbewerb“ (für historische Holzblasinstrumente). Georg Philipp Telemann (1681-1767) gilt als einer der bedeutendsten Barockmusiker. Er komponierte bereits mit zwölf Jahren seine erste Oper, die auch aufgeführt wurde. Bereits während seines Jurastudiums in Leipzig war er Sänger und künstlerischer Leiter der Leipziger Oper. In diese Zeit fällt auch der Beginn seiner lebenslangen Freundschaft mit Georg Friedrich Händel. Telemann, Bach und Händel bilden das berühmte barocke Dreigestirn der Mitteldeutschen Barockmusik und sind alle eng mit dem Gebiet des heutigen Sachsen-Anhalt verbunden.
www.mitteldeutsche-barockmusik.de, www.musikland-sachsen-anhalt.de, www.sachsen-anhalt-tourismus.de, www.telemann.org


Mägdesprung
Das Dorf Mägdesprung liegt im Paradies für Wanderer, im wild-romantischen Selketal im Harz, und ist Gemeindeteil der drei Kilometer südlich gelegenen Stadt Harzgerode. Der Name des Ortes rühre, so heißt es, von einer alten Sage her: Eine junge Riesenfrau wartete auf einem Berg auf ihre Freundin, die, von der anderen Talseite kommend, nicht weiterkam, da der Berg zum Hinabsteigen zu steil war. Einen Bauern, der lästerte, dass die Riesenfrau trotz ihrer Größe den Sprung zu ihrer Freundin nicht wage, packte sie samt Pferd, Wagen und Holzladung und sprang mit ihm zu ihrer Freundin – und beide entfernten sich heiter von dem verdutzten Landmann. Seitdem heißt der Ort unterhalb der Berge Mägdesprung. Die Sage fand Eingang u.a. in die Sammlung „Deutsche Sagen“ der Gebrüder Grimm. U.a. sehenswert in dem Dorf: Hüttenmuseum Carlswerk, Bahnhof der Harzer Schmalspurbahn.
www.selketal-harz.de


Malerei
Ansichten Sachsen-Anhalts, seiner Menschen und Landschaften sind auf vielen berühmten Gemälden verewigt, darunter solche von Lucas Cranach dem Älteren (1472-1553), der als einer der bedeutendsten Maler und Zeichner des 16. Jh. in Deutschland gilt. 1505 kam der Sohn eines Malers nach Wittenberg und wurde hier Hofmaler mehrerer Kurfürsten von Sachsen. Er war ein Freund von Philipp Melanchton und Martin Luther, dessen Bibelübersetzung er illustrierte. Der Künstler Lyonel Feininger arbeitete bis 1931 (seit 1926 in Dessau, Sachsen-Anhalt) am Bauhaus, das heute zum Welterbe der UNESCO gehört. Viele Kunstmuseen und Galerien - u.a. auch die Willi-Sitte-Galerie in Merseburg - zeigen die schönsten Werke der Malerei aus allen Epochen. Eine Übersicht zu allen Museen und weitere Kontaktdaten sind beim Museumsverband Sachsen-Anhalt e.V. zu bekommen.
www.mv-sachsen-anhalt.de


Mansfeld Lutherstadt
Mansfeld Lutherstadt liegt im Landkreis Mansfeld-Südharz im östlichen Harzvorland. Ihre Bekanntheit verdankt die Stadt (Luther-Städte des Landes Sachsen-Anhalt) insbesondere dem Umstand, dass der Reformator Martin Luther (1483-1546) hier ab 1484 seine Kindheit und Jugend verbrachte. Davon zeugen heute das Wirtschaftshaus (Museum) seines nicht mehr existenten Elternhauses; seine (wiederaufgebaute) Schule; ein Denkmal; der Luther-Brunnen  und die St. Georgskirche, in der das einzige lebensgroße Bildnis Luthers hängt. Mansfeld war über Jahrhunderte Zentrum des Kupferschieferbergbaus in Deutschland, der im 20.Jahrhundert eingestellt wurde. In der Stadt u.a. sehenswert: Reste des Schlosses der Grafen von Mansfeld, spätgotische Schlosskirche.
www.mansfeld.eu


Marienbibliothek
Die Marienbibliothek in Halle (Saale) ist die älteste (1522) evangelische Kirchenbibliothek in Deutschland. Die „Bibliotheca Halensis“ war lange Zeit die einzige wissenschaftliche Bibliothek Halles. Sie umfasst 30.000 Bände, vor allem aus dem 15. – 18. Jh., 3.500 Bände Halensia-Sammlung (Geschichte der Stadt) und vier Bibliotheken von Professoren und Gelehrten aus dem 17. und 18. Jh.
www.halle.de


Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (über 17.500 Studenten) mit Sitz in Halle (Saale) ist der Zusammenschluss zweier Universitäten. Die Universität Wittenberg - Leucorea - ist die ältere, sie wurde 1502 gegründet und war mit Martin Luther und Philipp Melanchton, die hier lehrten, das Zentrum der Reformation. Die Universität Halle (1694) spielte vor allem durch ihre Professoren Christian Thomasius (Recht) und Christian Wolff (Philosophie) für die deutsche Aufklärung eine initiierende und tragende Rolle. Napoleon ließ beide Universitäten 1813 schließen. Vier Jahre später wurden beide Hochschulen in Halle zu einer vereinigt.
www.uni-halle.de


MDR Musiksommer
Der MDR Musiksommer ist eine Veranstaltungsreihe des Mitteldeutschen Rundfunks (mdr) und findet an verschiedenen Orten in Mitteldeutschland, auch in Sachsen-Anhalt, statt. Besonders abwechslungsreiche Veranstaltungsorte (OpenAir, Picknick-Konzerte, Burgen, Schlösser, Dome) und Reihen wie „Konzerte an der ‚Straße der Romanik’“ oder in den „Gartenträumen“.
www.mdr-musiksommer.de


Mechthild von Magdeburg (1210-1283)
Mechthild von Magdeburg, auf einer Burg in der Nähe Magdeburgs geboren, ist eine der bedeutendsten Mystikerinnen des Mittelalters in Mitteleuropa. Ihre erste mystische Erfahrung hatte sie mit 12 Jahren. Mit 20 begann sie in Magdeburg ein Leben als Begine (arm, keusch, fromm), pflegte Kranke und half Armen. Um 1250 begann sie, ihre mystischen Erlebnisse mit Gott aufzuschreiben (die ersten sechs Bände ihre Werks „Fließendes Licht der Gottheit“). 12 Jahre vor ihrem Tod zog sie ins Kloster Helfta, wo sie den 7. Band schrieb. Im Kloster lebte sie zusammen mit zwei anderen berühmten deutschen Mystikerinnen, Mechthild von Hackeborn und Gertrud von Helfta („die Große“). Die drei begründeten den weltweiten Ruf des Klosters Helfta als Mittelpunkt der Frauenmystik im Mittelalter.
www.kloster-helfta.de, www.mechthild-von-magdeburg.de


Melanchton, Phillip (1497-1560)
Phillip Melanchton, 1560 in Wittenberg gestorben, war Vertrauter, Freund, Weg- und Streitgefährte des 14 Jahre älteren Martin Luther (1483-1546) und neben ihm der bedeutendste Wegbereiter und Gestalter der Reformation – auch nach dem Tod Luthers. Der Humanist Melanchton, schon zu Lebzeiten mit dem Titel „Lehrer Deutschlands“ geehrt, war Professor für griechische Sprache an der Universität Wittenberg, die ihren Weltrum nicht zuletzt ihm verdankte. Das Wohn- und Sterbehaus Melanchtons in der Lutherstadt Wittenberg liegt nur wenige Meter vom Lutherhaus entfernt und gehört, wie andere Lutherstätten in Wittenberg und Eisleben, zum UNESCO-Weltkulturerbe. Melanchton und sein Wirken stehen im Rahmen der Lutherdekade 2010 besonders im Mittelpunkt zahlreicher Veranstaltungen.
www.wittenberg.de;http://www.luther2017.de 


Memleben, Kloster und Kaiserpfalz (SdR)
Der Ort Memleben (8. Jh. erstm. erwähnt) gehört heute zur Gemeinde Kaiserpfalz und liegt im Westen des Burgenlandkreises nahe Nebra am Fluss Unstrut. Memleben ist Sterbeort König Heinrich I. (936) und seines Sohn, des ersten deutschen Kaisers, Otto I. (der Große, 973). Es sind bis heute keine Reste einer hier wohl gelegenen Kaiserpfalz gefunden worden. Wegpunkt an der „Straße der Romanik“ ist das geschichtsträchtige Memleben dank der Reste einer zu einem Benediktinerkloster (979 erstm. erwähnt) gehörenden Monumentalkirche und der Ruine eines im 12. Jh. neu gebauten Klosters nebst Klosterkirche (13. Jh.) mit einer im originalen Zustand erhaltenen Krypta (Spätromanik). Heute ist die Anlage das Museum „Kloster und Kaiserpfalz Memleben“ und bietet Klostergarten und –laden, Ausstellungen und Führungen. Unweit von Memleben liegen die Fundstelle der Himmelsscheibe von Nebra und das Besucherzentrum "Arche Nebra".
www.kloster-memleben.de, www.romanikstrasse.de


Merseburg (BB, GT, SdR)
Die Dom-, Hochschul- und Hansestadt Merseburg liegt im südlichen Sachsen-Anhalt an der Saale („Blaues Band“). Sie war im Mittelalter Reichstagsstadt, von 1656-1738 Residenzstadt der Herzöge von Sachsen-Merseburg und von der Gründung des Bistums Merseburg (968 durch Otto I.) bis zur Reformation ein wichtiges religiöses Zentrum. Der Dom St. Johannes und St. Laurentius in Merseburg mit Schloss und Kapitelhaus ist eine von vier "Domschätze"-Stationen in Sachsen-Anhalt und ein besonders sehenswertes Bauwerk (eine eigene Reise wert) an der „Straße der Romanik“. Im Ostchor befindet sich die Grabplatte Rudolph Ludwigs von Schwaben. Im „Zauberspruchgewölbe“ in der Südklausur des Doms sind die berühmten Merseburger Zaubersprüche (Mitte 10. Jh.) als Faksimile zu sehen, die älteste Handschrift in althochdeutscher Sprache mit vorchristlichem Inhalt (germanisches Brauchtum) und die einzige, in der germanische Götter handeln. Der berühmte Orgelbauer Friedrich Ladegast fertigte die Domorgel, die mit 5.687 Pfeifen als eine der größten und klangschönsten Orgeln Mitteldeutschlands gilt. Das Schloss Merseburg war zunächst vom 10. bis 13. Jh. Königspfalz, ab dem 13. Jh. Bischofsresidenz, wurde im 14. Jh. abgerissen und neugebaut. Zwischen 1605 und 1608 wurde es zu einem der heute in Mitteldeutschland bedeutendsten Spätrenaissanceschlösser umgebaut und erweitert. Im Ostflügel befindet sich das Kulturhistorische Museum. Zusammen mit dem unmittelbar angrenzenden Merseburger Dom und dem Schlossgarten gehört das Schloss zu den „Gartenträumen“. Weitere Sehenswürdigkeiten u.a.: Willi-Sitte-Galerie, Skulpturenpark „Lebensträume“ am Saale-Ufer, Neumarktkirche St. Thomae Cantuariensis („Straße der Romanik“), Stadtkirche St. Maximi, Altes Rathaus, Ruine St. Sixti, Deutsches Chemie-Museum, Luftfahrt- und Technik-Museumspark. 
www.merseburger-dom.de, www.gartentraeume-sachsen-anhalt.de, www.romanikstrasse.de, www.blaues-band.de, www.merseburg.de 


Merseburg, Schloss (GT)
Das Schloss Merseburg (Saalekreis) war zunächst vom 10 bis 13. Jh. Königspfalz, ab dem 13. Jh. Bischofsresidenz, wurde im 14. Jh. abgerissen und neugebaut. Zwischen 1605 und 1608 wurde es zu einem der heute in Mitteldeutschland bedeutendsten Spätrenaissanceschlösser umgebaut und erweitert. Im Ostflügel befindet sich das Kulturhistorische Museum. Zusammen mit dem unmittelbar angrenzenden Merseburger Dom („Straße der Romanik“)  und dem Schlossgarten gehört das Schloss zu den „Gartenträumen“
www.merseburg.de, www.gartentraeume-sachsen-anhalt.de  


Merseburger Orgeltage
Die Merseburger Orgeltage finden jährlich im September statt und sind eines der großen Orgelfeste in Europa. Der berühmte Orgelbauer Friedrich Ladegast fertigte die große viermanualige Orgel im Merseburger Dom, die mit 5.687 Pfeifen als eine seiner großartigsten und als eine der größten und klangschönsten Orgeln Mitteldeutschlands gilt. Der Dom St. Johannes und St. Laurentius in Merseburg mit Schloss und Kapitelhaus ist eine von vier "Domschätze"-Stationen in Sachsen-Anhalt und ein besonders sehenswertes Bauwerk (eine eigene Reise wert) an der „Straße der Romanik“.
www.merseburger-orgeltage.de, www.merseburg.de


Merseburger Zaubersprüche (SdR)
Die Merseburger Zaubersprüche (Mitte 10. Jh.), deren Herkunft unbekannt ist, sind die älteste Handschrift in althochdeutscher Sprache mit vorchristlichem Inhalt (germanisches Brauchtum) und die einzige, in der germanische Götter handeln. Das Blatt mit den zwei Zaubersprüchen, magischen Beschwörungsformeln zur Befreiung Gefangener und zur Heilung einer Beinverletzung, wurde 1841 in der Domstiftsbibliothek in Merseburg gefunden, wo es heute noch aufbewahrt wird. Besucher des Merseburger Doms und seines Domschatzes können sich die einzigartige Handschrift im „Zauberspruchgewölbe“ in der Südklausur des Doms als Faksimile ansehen.
www.vereinigtedomstifter.de, www.merseburg.de


Michaelstein, Kloster (SdR)
Das Kloster Michaelstein (13. Jh.) liegt nahe der Stadt Blankenburg im Harz. Das ehemalige Cistercienser-Kloster ist heute Sitz der (Landes-) „Stiftung Kloster Michaelstein – Musikinstitut für Aufführungspraxis“ und der Landesmusikakademie von Sachsen-Anhalt. Das Kloster ist ganzjährig für Besucher geöffnet. Es bietet Führungen durch die Klosteranlage, die u.a. einen nach historischen Quellen angelegten Kräuter- und Gemüsegarten beherbergt. Sehenswert sind das Musikinstrumentenmuseum und die öffentliche Musikbibliothek. Im Sommer wird das Michaelsteiner Klosterfest gefeiert. Ganzjährig finden Konzerte statt, u.a die bekannten Michaelsteiner Klosterkonzerte. Direkt am Kloster führen der Europaradweg R 1 und der Harzrundweg entlang. 
www.kloster-michaelstein.de


Mittelalterfeste
Im Mittelalter war das Gebiet des heutigen Sachsen-Anhalts eine der bedeutendsten Regionen Europas. Viele beliebte Mittelalterfeste und Spektakel erinnern, teils vor historischer Kulisse (u.a. an der „Straße der Romanik“), an diese Zeit. Auswahl: Kaiserlager auf der Königspfalz Tilleda (jährlich im Juni, größtes mittelalterliches Heerlager Mitteldeutschlands,
www.tilleda.ottonenzeit.de), Naumburger Hussiten-Kirschfest (jährlich im Juni, mit mittelalterlichem Handwerkermarkt und Festumzug, www.hussiten-kirschfest.de), Kaiserfrühling Quedlinburg (jährlich zu Ostern u. Pfingsten, www.kaiserfruehling-quedlinburg.de), Pfingst-Ritter-Turnier Phingestrose (jährlich zu Pfingsten, größtes Ritterturnier Mitteldeutschlands, www.schloss-neuenburg.de) www.sachsen-anhalt-tourismus.de


Mittelberg (bei Nebra)
Der Mittelberg (252 m) liegt im Burgenlandkreis im Süden Sachsen-Anhalts auf dem Gebiet der Kleinstadt Nebra (Unstrut) und war in der Bronzezeit eine viel genutzte Kultstätte. 1999 fanden Raubgräber auf der Erhebung die berühmte „Himmelsscheibe von Nebra“. Den Fundort markiert heute eine künstlerische Installation, daneben ragt ein 30 m hoher Aussichtsturm mit Fernsicht bis zum markanten Harzberg Brocken auf, der den Nutzern der Himmelsscheibe als Landmarke gedient haben könnte. Da der Mittelberg in der Bronzezeit höchstwahrscheinlich nicht bewaldet war, hatten sie von ihm freie Sicht auf den höchsten Berg Norddeutschlands. Vom Mittelberg führt ein Fußweg zum multimedialen Informationszentrum zur "Himmelsscheibe von Nebra", der „Arche Nebra“, das wie der Mittelberg Teil der touristischen Erlebnisroute „Himmelswege“ ist. Das Original der Himmelsscheibe ist im Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle (Saale) zu sehen.


Mitteldeutsche Heinrich-Schütz-Tage
Die Mitteldeutschen Heinrich-Schütz-Tage sind ein Projekt der "Ständigen Konferenz Mitteldeutsche Barockmusik (MBM) in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen e.V." und finden seit 1998 in Zusammenarbeit mit den Heinrich Schütz-Häusern in Bad Köstritz, Weißenfels, dem Dresdner Kreuzchor, bzw. der Dresdner Hofmusik e.V. statt – an den drei Wirkungsstätten von Schütz zwischen Ende September und Mitte Oktober. Heinrich Schütz war ein berühmter Komponist des Frühbarock und verbrachte Kindheit und Alter in Weißenfels (Sachsen-Anhalt). Hier entstand das Alterswerk des „Vaters der deutschen Musik“: die „Passionen“, die „Weihnachtshistorie“ und der „Schwanengesang“. Sein Weißenfelser Wohnhaus, ein prächtiger Renaissance-Bau, wird als Gedenkstätte genutzt und ist nationaler „Kultureller Gedächtnisort“.
www.schuetzhaus-weissenfels.de, www.weissenfels.de


Mittellandkanal (BB)
Der Mittellandkanal ist mit 325,7 km Länge die längste künstliche Wasserstraße Deutschlands (vom Dortmund-Ems-Kanal bis zur Elbe). Zusammen mit anderen Wasserstraßen verbindet er den Rhein mit der Oder. Sachsen-Anhalt durchfließt der Mittellandkanal auf ca. 60 km und geht am Wasserstraßenkreuz nördlich von Magdeburg in den Elbe-Havel-Kanal über. Segeln ist auf dem Mittellandkanal („Blaues Band“) verboten – Wassersportler müssen Muskeln oder Motoren spielen lassen. Das Wasserstraßenkreuz Magdeburg, eine imposante technische Großleistung, ist eine der größten Schiffsbrücken der Welt: Länge 918 m, 133.000 Tonnen Wasser, 18 m Höhe über der Elbe.
www.blauesband.de


Möckern
Schloss Wendgräben mit Park gehört zu den "Gartenträumen". Als ehemaliger Herrensitz wurde Schloss Wendgräben 1910 im Stil englischer Landhäuser errichtet und ist somit ein exemplarisches Beispiel eines Landschaftsparkes aus dem frühen 20. Jahrhundert. Wesentliches Merkmal ist die vom Schloss ausgehende Nord-Südachse, die das Schloss weithin sichtbar macht. Die Konrad-Adenauer-Stiftung betreibt im Schloss ein Bildungszentrum.  
www.moeckern-flaeming.de 


Molmerswende
Das Dorf Molmerswende gehört zu Mansfeld Lutherstadt im Landkreis Mansfeld-Südharz. Bekannt geworden ist es durch seinen berühmtesten hier geborenen Sohn, den Dichter und Schriftsteller Gottfried August Bürger (1747-1794), Verfasser u.a. von Balladen und der „Abenteuer des Freiherrn von Münchhausen“. Das Geburtshaus des Dichters ist heute das „Bürger-Museum“.
www.gottfried-august-buerger-molmerswende.de


montalbane - Internationale Tage mittelalterlicher Musik
Jährlich im Juni findet auf dem Schloss Neuenburg und in der Kirche St. Marien (beides „Straße der Romanik“) in Freyburg (Unstrut) das bedeutendste europäische Festival für mittelalterliche Musik, „montalbane“, statt. Die Neuenburg auf dem „weißen Berg“ (Bedeutung von montalbane) und die romanische Kirche werden dann zum monumentalen Aufführungsort für unveränderte historische und auf spannende Weise neu interpretierte mittelalterliche Musik aus ganz Europa.
www.montalbane.de


Moritzburg
Die Moritzburg in Halle (Saale) ist eine mächtige und imposante Anlage inmitten der Stadt. Sie wurde zwischen 1484 und 1503 als vierflügelige Anlage gebaut. Im Stil zwischen Gotik und Renaissance, in der Art zwischen (Zwing-) Burg und Schloss war sie Residenz der Magdeburger Erzbischöfe. Seit dem 30jährigen Krieg ist sie eine Ruine, die teilweise wieder aufgebaut wurde. Heute ist die Moritzburg Sitz der „Stiftung Moritzburg – Landeskunstmuseum Sachsen-Anhalt“. West- und Nordflügel wurden in jüngster Zeit spektakulär-futuristisch unter Einbeziehung der historischen Bausubstanz um- und ausgebaut.  Für das Landeskunstmuseum wurden so 2.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche und Platz für einen Museumsladen und ein Café gewonnen.
www.halle.de, www.stiftung-moritzburg.de


Morungen, Heinrich von (ca. 1150 - ca. 1222)
Die genauen Lebensdaten von Heinrich von Morungen, des neben Walther von der Vogelweide wohl berühmtesten deutschen Minnesängers, sind nicht bekannt. Er entstammte einem Geschlecht thüringischer Ministerialer und wurde wahrscheinlich auf der Burg Morungen bei Sangerhausen (heute Sachsen-Anhalt) geboren. Von seinen Werken sind 35 Minnelieder (Einfluss französischer Troubadoure) mit 115 Strophen erhalten.


Mosigkau (GT, Unesco-Weltkulturerbe)
Schloss und Garten Mosigkau („Kleines Sanssouci“) sind Teil des Gartenreichs Dessau-Wörlitz (UNESCO-Welterbe) und zählen zu den letzten weitgehend erhaltenen Rokokoanlagen Mitteldeutschlands. Schloss und Garten wurden zwischen 1752 und 1757 im Auftrag der Prinzessin Anna Wilhelmine von Anhalt-Dessau als ihre Sommerresidenz gebaut. Der Garten südlich des Schlosses ist ein kleiner Lustgarten mit Fischteich, zwei Orangerien  und Irrgarten. Er gehört, zusammen mit dem Schloss, zu den „Gartenträumen“.
www.gartenreich.com, www.gartentraeume-sachsen-anhalt.de  


Motorsport Arena Oschersleben
Die Formel-1-taugliche Motorsport Arena in Oschersleben in der Magdeburger Börde gut 20 km südwestlich von Magdeburg ist eine von fünf permanenten Test- und Rennstrecken in Deutschland – und die vielleicht schönste. Die Zuschauer stehen 6 bis 8 m über dem Streckenniveau - also nah dran bei sehr gutem Überblick. Die Strecke ist 3,696 km lang und Austragungsort u.a. für die Deutsche Tourenwagen-Meisterschaft (DTM).  Zur Arena gehören auch eine 1,018 km lange Kartbahn, die für Weltmeisterschaften tauglich ist, ein Offroad-Gelände und ein Hotel.
www.motorsportarena.com


Mountainbiken
Sachsen-Anhalt verfügt mit mehr als 2.000 km gut ausgebauter Radwege über eines der besten Radfahrangebote Europas. Herzstück für Mountainbiker aller Schwierigkeitsstufen sind die malerischen Harzberge, z.B. die Region um Thale im Bodetal. Aber auch in allen anderen größeren Harzorten gibt es Mountainbike-Angebote, Radverleiher und Reparaturmöglichkeiten. Außerdem viele Serviceangebote wie GPS-geführte Touren (z.B. um St. Andreasberg), Gepäcktransport, gedruckte Tourguides (z.B. bei der Stadt Wernigerode) oder ADFC-Regionalkarten zum Harz. Paradies für Mountainbiker: Die Volksbankarena Harz mit 1.400 km ausgeschilderten Strecken in Deutschlands nördlichstem Mittelgebirge. Alles zum Mountainbiken im Harz unter
www.harzinfo.de.


Muldental-Radwanderweg
74 km des aus Sachsen kommenden, 385 km langen Muldental-Radwanderwegs verlaufen durch Sachsen-Anhalt – von Bad Düben bis Dessau-Roßlau, wo die Mulde in die Elbe mündet. An der Strecke liegen einer der beiden größten künstlichen See Deutschlands, die Goitzsche, und das Buchdorf Mühlbeck-Friedersdorf. Abstecher zum Muldestausee und zu Ferropolis bieten sich an. Der ausgeschilderte Radweg nutzt meistens ausgebaute ländliche Wege, eigene Radwege und wenig benutzte Landstraßen; zwischen Burgkemnitz und Dessau-Roßlau auch verkehrsreichere Straßen. Er hat Verbindungen zum Radweg Berlin-Leipzig, zur „Kohle-Dampf-Licht“-Tour, zum Europaradweg R1, Elberadweg und zur Gartenreichtour Fürst Franz (Dessau-Roßlau, UNESCO-Welterbe).
www.muldentalradweg.de


Mulde (BB)
Der Fluss Mulde, von Sachsen kommend, fließt nur eine relativ kurze Strecke von seinen insgesamt 143 km durch Sachsen-Anhalt. Kurz nach dem Landeswechsel füllt er den Muldestausee, der zahlreiche Wassersport-, Erholungs- und Freizeitmöglichkeiten bietet -  wie auch der direkt südwestlich des Stausees liegende größte künstliche See Deutschlands, die Goitzsche. Entlang der Mulde („Blaues Band“) mit ihren schönen Flussschleifen und der naturnahen malerischen Landschaft verläuft der Muldental-Radwanderweg bis zur Stadt Dessau-Roßlau, in deren Nähe die Mulde in die Elbe mündet.
www.blaues-band.de, www.muldentalradweg.de   


Müller, Wilhelm (1794-1827)
Der Dichter Wilhelm Müller wurde in Dessau geboren und starb hier auch. Er war Gymnasiallehrer und später, schon mit 33 Jahren, herzoglicher Bibliothekar. Bekannt ist er heute als romantischer Lyriker - von Volksliedern wie „Am Brunnen vor dem Tore“ oder „Das Wandern ist des Müllers Lust“. Diese Gedichte wurden ebenso von Franz Schubert (1797-1828) vertont, wie die Texte zu den Liederzyklen „Winterreise“ oder „Die schöne Müllerin“. Dass er viel Kritisches über die damalige Gesellschaft in seine Volkslieder schmuggelte, und seine „Lieder der Griechen“ den Freiheitskampf der Griechen gegen die Türken unterstützten, ist etwas in Vergessenheit geraten. In der Anhaltischen Landesbücherei Dessau befindet sich sein Nachlass.


Müntzer, Thomas (1489-1525)
Thomas Müntzer, geboren in Stolberg (Harz), war evangelischer Pfarrer und Theologe und revolutionärer Bauernführer in Thüringen im Deutschen Bauernkrieg. Er war zunächst Bewunderer Luthers, dem aber waren Müntzers sozialrevolutionäre Ansichten und Taten zu weitführend, und Luther ging zu Anfang der Bauernkriege auf Distanz zu Müntzer. Im Februar 1525 wurde Müntzer Pfarrer in Mühlhausen (Thüringen) und am 15. Mai nach der für die von ihm zusammengerufenen Bauern verheerenden Schlacht bei Frankenhausen gefangengenommen, gefoltert und hingerichtet. Stationen Müntzers in Sachsen-Anhalt waren u.a.: Quedlinburg (Wohnort vor dem Studium), Aschersleben und Halle (Lehrer), Halberstadt (1513 zum Priester geweiht).



Musik / Musikland Sachsen-Anhalt
Sachsen-Anhalt bietet unzter dem Motto "Musik.Zeit.Reisen" erlebnisreiche Reisen zu Originalschauplätzen europäischer Musikgeschichte - vom Mittelalter bis zur Moderne. Darunter Lebens- und Wirkungsstätten der Barockmusiker Bach (Köthen), Händel (Halle), Schütz (Weißenfels), Telemann (Magdeburg) und Fasch (Zerbst) oder des Broadway-Stars Kurt Weill (Dessau). Das Kloster Michaelstein in Blankenburg ist Sitz der „Ständigen Konferenz Mitteldeutsche Barockmusik (MBM) in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen e.V.“. Ganzjährig finden hochrangige Konzerte, Reihen und Festspiele aller Genres im Reiseland statt, z.B. auf historischen Orgeln von Ladegast (u.a. in Merseburg) oder dort, wo schon Händel das Orgelhandwerk lernte (Marktkirche Halle). Ausführliche Informationen zum Musikland Sachsen-Anhalt unter
www.musikland-sachsen-anhalt.de


Museen

Mehr als 150 Museen unterschiedlichster Thematik gibt es in Sachsen-Anhalt. Darunter Kurioses wie das Blaulichtmuseum in Beuster oder das Mausefallen-Museum in Güntersberge (Harz) und Weltberühmtes wie die Frankeschen Stiftungen in Halle (Saale), das Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle (Saale) mit dem Original der „Himmelsscheibe von Nebra“, das Kulturhistorische Museum in Magdeburg mit Wissenswertem zu den ersten deutschen Königen und Kaisern oder das Bauhaus und die Meisterhäuser in Dessau-Roßlau. Eine Übersicht zu allen Museen und weitere Kontaktdaten sind beim Museumsverband Sachsen-Anhalt e.V. zu bekommen. www.mv-sachsen-anhalt.de




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