Nationalpark Harz Der Nationalpark Harz ist der größte Waldnationalpark und Teil des nördlichsten Mittelgebirges Deutschlands, des Harzes. Der artenreiche Nationalpark liegt in Niedersachsen und zum kleineren Teil (8.900 von 24.700 Hektar) in Sachsen-Anhalt. Der Nationalpark, zu dem auch der höchste (1.142 m) und bekannteste Berg in Sachsen-Anhalt, der Brocken, gehört ist fast komplett mit Wäldern bedeckt. Prägend für die auch klimatisch an Nordeuropa erinnernde Landschaft sind außerdem die Moore und Fließgewässer, darunter schöne Bergbäche. Der Nationalpark Harz gehört zum europäischen Schutzgebietssystem „Natura 2000“. www.nationalpark-harz.de
Naturreich / Natur
Das „Naturreich Sachsen-Anhalt“ besteht aus neun Nationalen Naturlandschaften: sechs Naturparken, zwei Biosphärenreservaten und einem Nationalpark. Unter dem Stichwort „Naturreich“ sind vielfältige Naturerlebnisse und entsprechende Angebote für Aktivtouristen zusammengefasst. Im Naturreich kann man z.B. Radwandern, Mountainbiken, Wandern, Klettern, Reiten, Segeln, Paddeln, Kanu und Motorboot fahren oder auf Fahrgastschiffen die Seen und Flüsse des "Blauen Bandes" entdecken – in einmaligen Regionen und Landschaften wie der Altmark, dem Gartenreich Dessau-Wörlitz, dem Harz und der Weinregion Saale-Unstrut. Einen Überblick gibt die kostenlose und als E-Book online lesbare Broschüre „Aktiv im Naturreich“. www.sachsen-anhalt-tourismus.de
Naturbühnen / Freilichtbühnen
Bühnen unter freiem Himmel sind in Sachsen-Anhalt fast überall im Land zu finden. Zwei der bekanntesten mit grandiosen Aus- und Einblicken findet man im Harz - am Hexentanzplatz in Thale (Bühne u.a. des Harzer Bergtheaters) und in der Harzgemeinde Altenbrak bei Rübeland im Bodetal. Hier spielt im Sommer unter anderen das Nordharzer Städtebundtheater. www.harzer-bergtheater.de, www.harztheater.de Naturparke Naturparke sind eine Schutzgebietskategorie nach dem Bundesnaturschutzgesetz, sie verbinden den Schutz und die Nutzung von Natur und Landschaft und eignen sich deshalb besonders für Erholung und Naturerlebnisse. Die 101 Naturparke in Deutschland nehmen ca. 25 Prozent der Fläche der Bundesrepublik ein. In Sachsen-Anhalt gibt es sechs Naturparke in unterschiedlichsten Landschaftsgebieten, die etwa einem Viertel der Landesfläche entsprechen: Naturpark Harz, Naturpark Saale-Unstrut-Triasland, Naturpark Unteres Saaletal, Naturpark Drömling, Naturpark Dübener Heide, Naturpark Fläming. www.sachsen-anhalt-tourismus.de, www.naturparke.de, www.naturpark-flaeming.de, www.naturpark-droemling.de, www.unteres-saaletal.de, www.naturpark-harz.de, www.naturpark-saale-unstrut.de Naumburg (BB, GT, SdR) Naumburg (Hansestadt) liegt im Süden Sachsen-Anhalts im Burgenlandkreis, in der Wein- und Burgenlandschaft an der Mündung der Unstrut in die Saale („Blaues Band“). Der romanisch-gotische Naumburger Dom St. Peter und Paul (13. Jh.) ist die meistbesuchte Attraktion an der „Straße der Romanik“. Sehenswürdigkeiten: Krypta des Vorgängerdoms (1042), romanisches Kreuz (12. Jh.), Naumburger Domschätze (sakrale Kunst und Kultur, älteste Pieta Deutschlands, Cranach-Altarflügel, Johannesschüssel (13. Jh.), etc.) im Domschatzgewölbe. Berühmt ist der Dom auch wegen seiner vom „Naumburger Meister“ geschaffenen Stifterfiguren, insbesondere der des Paares Markgraf Ekkehard und seiner Frau Uta (13. Jh.). Ebenfalls Station an der “Straße der Romanik” ist die Ägidienkurie Naumburg, ein Kapellenbau der Romanik mit einer außergewöhnlichen Architektur. Sehenswert u.a.: das Wahrzeichen der Stadt, die Stadtkirche St. Wenzel, Reste der Stadtbefestigung mit dem Marientor, die barocke Saalkirche Maria-Magdalenen, das Nietzsche-Haus, die Jüdengasse und die schöne Altstadt mit ihren Bürgerhäusern (16./17. Jh.) und dem Marktplatz. Spektakulär ist das jährliche Hussiten-Kirschfest. Im Jahr 2011 findet in Naumburg und Korrespondenzorten die Landesausstellung "Der Naumburger Meister. Europa im Zeitalter der Kathedralen" statt. www.romanikstrasse.de, www.blaues-band.de, www.naumburg-tourismus.de Naumburger Dom (SdR) Der romanisch-gotische Naumburger Dom St. Peter und Paul (13. Jh.) ist die meistbesuchte Attraktion an der „Straße der Romanik“. Sehenswürdigkeiten: Krypta des Vorgängerdoms (1042), romanisches Kreuz (12. Jh.), Naumburger Domschätze (sakrale Kunst und Kultur, älteste Pieta Deutschlands, Cranach-Altarflügel, Johannesschüssel (13. Jh.), etc) im Domschatzgewölbe. Berühmt ist der Dom auch wegen seiner vom „Naumburger Meister“ geschaffenen Stifterfiguren, insbesondere der des Paares Markgraf Ekkehard und seiner Frau Uta (13. Jh.). www.romanikstrasse.de, www.naumburg-tourismus.de Naumburger Meister Der „Naumburger Meister“, ein Stein-Bildhauer und Architekt wahrscheinlich aus Deutschland, ist einer der wichtigsten Künstler des Mittelalters. Die Menge und Güte seiner erhaltenen Werke hat weltweite Bedeutung. Sein Name ist ebenso unbekannt wie die Antwort auf die Frage, ob er seine Werke allein geschaffen hat. Heute geht man davon aus, dass in seiner Werkstatt auch andere Steinmetze für ihn arbeiteten. 1211 arbeitete er am Neubau der Kathedrale im französischen Reims mit, danach an anderen Kathedralen in Frankreich, bevor er in den 1220er-Jahren nach Deutschland wechselte. Auf dem Gebiet des heutigen Sachsen-Anhalt erhalten sind seine Grabplatte für den Ritter von Hagen im Merseburger Dom und sein Meisterwerk, der einzigartige Westchor des Naumburger Doms mit dem Passionsrelief am Lettner und seinen 12 Stifterfiguren, von denen das Paar Markgraf Ekkehard und (insbesondere) seine bildschöne Frau Uta besondere Wertschätzung genießt. Nicht zuletzt dem Werk des „Naumburger Meisters“ verdankt der Dom, dass er der meistbesuchte Ort an der „Straße der Romanik“ ist. Im Jahr 2011 findet in Naumburg und Korrespondenzorten die spektakuläre Landesausstellung "Der Naumburger Meister. Europa im Zeitalter der Kathedralen" statt. www.naumburg-tourismus.de, www.romanikstrasse.de, www.merseburg.de Nebra Das Örtchen Nebra liegt etwa 35 Kilometer südlich der Lutherstadt Eisleben, malerisch an einen Hang geschmiegt im Naturpark Saale-Unstrut-Triasland, an der „Straße der Romanik“ und der Weinstraße Saale-Unstrut. Bekannteste Einwohnerin war die Bestseller-Autorin Hedwig Courths-Maler, die hier 1867 geboren wurde. Hoch über dem Fluss Unstrut liegt ein schlossähnlicher Bau aus dem 18./19. Jh., der heute ein Hotel ist. Außerdem sehenswert in Nebra: Burgruine aus dem 13.-16. Jh., Kirche St. Georg mit Drachentöterbildnis über dem Portal. Berühmt wurde Nebra durch den Fund einer 3.600 Jahr alten bronzenen Scheibe 1999 auf dem Mittelberg im Unstrut-Tal, nicht weit von Nebra. Die „Himmelsscheibe von Nebra“ wurde nach dem Ort benannt und war Anlass für eine ganze archäologische Tourismusroute, die „Himmelswege“ in Sachsen-Anhalt. Am Fuß des Mittelbergs informiert das futuristische Besucherzentrum "Arche Nebra" über den weltweit bekannten Jahrhundertfund. www.nebra.net, www.himmelswege.de Neuenburg, Freyburg (Unstrut), (SdR) Über der Winzerstadt Freyburg liegt die mächtige Anlage der Neuenburg („Straße der Romanik“) im Burgenlandkreis im unteren Unstruttal, Teil der sogenannten „Toskana des Ostens“. Die im 11. Jh. gegründete romanische Burg, im 16. Jh. zum Wohn- und Jagdschloss umgebaut, ist eine der schönsten Sachsen-Anhalts. Besonders bemerkenswert ist die um 1180 gebaute Doppelkapelle. Jährlich findet auf dem Schloss (und in der Kirche St. Marien in Freyburg) das bedeutendste europäische Festival für mittelalterliche Musik, „montalbane“, statt. Sehenswert u.a.: das Museum Schloss Neuenburg und die „Kinderkemenate“, in der die Kleinen spielerisch Zugang zum Mittelalter bekommen. www.schloss-neuenburg.de, www.romanikstrasse.de Neuendorf, Kloster Das Dorf Kloster Neuendorf liegt im Altmarkkreis Salzwedel, drei Kilometer östlich der Hansestadt Gardelegen, im Norden von Sachsen-Anhalt. Das dem Dorf den Namen gebende ehemalige Cistercienserinnen-Kloster Neuendorf (1232 erstm. erwähnt) war im 14. Jh. einer der größten Grundbesitzer in der Altmark und wurde 1578 zu einem evangelischen Damenstift. Die frühgotische Klosterkirche aus Backstein besticht durch ihre schönen Fensterglas-Malereien – die ältesten datieren um 1360. www.altmark-pur.eu Nienburg (Saale) (SdR) Nienburg (961 erstm. erwähnt) ist eine Stadt im Salzlandkreis im unteren Saaletal am Zusammenfluss von Saale und Bode. Die 1004 geweihte Klosterkirche des Benediktinerklosters St. Marien und St. Cyprian (975) brannte zweimal ab und wurde mehrmals umgebaut. Stil heute: Übergang von der Romanik zur Gotik. Nienburg mit seiner dreischiffigen Klosterkirche - und deren sehenswerter jüngerer Innenausstattung - liegt an der „Straße der Romanik“. www.romanikstrasse.de Nietzsche, Friedrich (1844-1900) Der berühmte Philologe, Schriftsteller und Philosoph Friedrich Nietzsche („Also sprach Zarathustra“) wurde in Röcken bei Lützen geboren und starb in Weimar. Den größten Teil der Kindheit und Jugend verbrachte er in Naumburg im Haus seiner Mutter, die nach dem Tod ihres Mannes 1850 nach Naumburg gezogen war. Er war Schüler im Internat von Schulpforta. Naumburg erinnert an den Kritiker herkömmlicher Moral und Bildung u.a. mit einem Museum im „Nietzsche-Haus“. In Röcken verbrachte der Sohn des Röckener Pfarrers Carl Ludwig Nietzsche seine frühe Kindheit und hier liegt er auch im Familiengrab. Röcken erinnert an seinen berühmtesten Sohn rund um dessen Taufkirche (12. Jh.). Sein Geburtshaus ist heute eine Gedenkstätte, die Dorfschule, in die er ging, liegt gleich nebenan und Nietzsches Grabstätte direkt auf dem Kirchenareal. Der Künstler Klaus Friedrich Messerschmidt schuf eine lebensgroße Figurengruppe, die Nietzsche in unterschiedlichen Lebenssituationen zeigt. www.mv-naumburg.de, www.saale-unstrut-tourismus.de Novalis (1772-1801) Georg Friedrich Philipp Freiherr von Hardenberg war unter dem Namen Novalis der bedeutendste Dichter und Schriftsteller der Frühromantik („Hymnen an die Nacht“) in Deutschland – und Jurist und Bergbaufachmann (Salinendirektor in Weißenfels). Novalis wurde auf Schloss Oberwiederstedt in Wiederstedt (heute Landkreis Mansfeld-Südharz) geboren, ging in Eisleben (gleicher Landkreis) auf das Gymnasium und starb sehr jung in Weißenfels (heute Burgenlandkreis). Er schuf mit seiner „Blauen Blume“ der Romantik das Signet einer ganzen Epoche. Im Schloss Oberwiederstedt befindet sich eine Forschungsstätte für Frühromantik und das Novalis-Museum. Das Haus der Hardenbergs in Weißenfels, hier lebte Novalis seit seinem 13. Lebensjahr, ist heute eine Gedenkstätte, das Novalis-Haus. www.schloss-oberwiederstedt.de, www.weissenfels.de |