Tourismus-Marketing Sachsen-Anhalt GmbH

Tourismus-Marketing Sachsen-Anhalt
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Radwandern
Sachsen-Anhalt hat rund 7.000 km Radwege, die in den nächsten Jahren auf 15.000 km mehr als verdoppelt werden sollen. Darunter sind 16 überregionale Radwanderwege, zum Teil untereinander verbunden,  mit einem Streckennetz von 2.316 km – z.B.: Elberadweg (Deutschlands beliebtester Radweg), Saale-Radwanderweg, Europaradweg R 1, Altmarkrundkurs, Gartenreichtour Fürst Franz.
www.sachsen-anhalt-tourismus.de, www.radtouren-sachsen-anhalt.de


Radweg Berlin-Leipzig
Der Radweg Berlin-Leipzig verbindet auf 250 km, davon 70 km in Sachsen-Anhalt, das Brandenburger Tor in Berlin mit dem Leipziger Hauptbahnhof. Grobe Route in Sachsen-Anhalt: Fläming, Lutherstadt Wittenberg, Naturpark Dübener Heide. Der Radweg führt über Feld- und Waldwege mit fester Decke, teils naturbelassen. Geringe Steigungen. In Sachsen-Anhalt durchgängig beschildert. Verbindungen gibt es zum Elberadweg und Europaradweg R1, zum Muldental-Radwanderweg und zum Elster-Radweg.
www.radweg-berlin-leipzig.de


Rappbodetalsperre

Die Rappbodetalsperre (1959 in Betrieb genommen) südwestlich von Wendefurth ist die größte Talsperre im Harz und die mit der höchsten Staumauer (106 m) in Deutschland. Die Staumauer ist 415 m lang, der See acht Kilometer. Er hat eine Fläche von vier Quadratkilometern und fasst 109 Mio. Kubikmeter Wasser.
www.talsperren-lsa.de


Reformation

Die Reformation war eine Bewegung im 16. Jh. zur Reformierung der römisch-katholischen Kirche, die zur Spaltung der Christen in mehrere Konfessionen führte. Im heutigen Gebiet Sachsen-Anhalts lag die Wiege der Reformation. Als ihr Ausgangspunkt gilt der Anschlag der 95 Thesen durch Martin Luther an die Tür der Schlosskirche Wittenberg. Die Luther-Stätten und –Städte in Sachsen-Anhalt sind bis heute erlebbar und mit vielfältigen touristischen Angeboten erschlossen.
www.sachsen-anhalt-tourismus.de, www.luther-bauhaus-gartenreich.de


Reformationsfest

Der Reformationstag wird in Deutschland jährlich am 31.10. von den evangelischen Christen gefeiert - zum Gedenken an den Beginn der Reformation mit dem Anschlag der 95 Thesen von Martin Luther an die Tür der Schlosskirche Wittenberg. Eines der schönsten Reformationsfeste in Sachsen-Anhalt ist das in der Lutherstadt Wittenberg selbst: Gottesdienste (auch in englischer Sprache), Kirchenmusik, kirchliche und akademische Veranstaltungen, Theater und buntes mittelalterliches Programm.
www.wittenberg.de


Reichardts Garten (GT)

Reichardts Garten im Ortsteil Giebichenstein von Halle (Saale) gehört zu den „Gartenträumen“. Der ehemalige private Garten des königlich-preußischen Kapellmeisters und Komponisten Johann Friedrich Reichardt (1752-1814) ist im Stil eines englischen Landschaftsgartens angelegt. Haus und Garten Reichardts’ wurde wegen der berühmten Gäste des Hausherrn (u.a. Goethe, Tieck, Novalis, Brentano) als „Herberge der Romantik“ bezeichnet.
www.gartentraeume-sachsen-anhalt.de, www.halle.de 


Reinharz (GT)

Das Dorf Reinharz ist ein Ortsteil der Moor- und Mineralheilbades Bad Schmiedeberg und liegt inmitten der Dübener Heide. Wasserschloss (1701) und Schlosspark Reinharz gehören zu den „Gartenträumen“. Der Landschaftspark (ab 1850 geschaffen) mit Schloss- und Brauhausteich hat einige barocke Stilelemente, z.B. einen ehemaligen Laubengang aus Hainbuchen, der heute zu einer Allee gewachsen ist.
www.gartentraeume-sachsen-anhalt.de, www.schloss-reinharz.de
 

Reiserouten / Reisethemen / Reiseland / Sehenswürdigkeiten
Das Reiseland Sachsen-Anhalt (s. Anreise) verfügt über vier touristische Markensäulen: „Straße der Romanik“, „Gartenträume“, „Blaues Band“, „Himmelswege“. Viele weitere Themenangebote für Aktivtouristen, Kulturinteressierte, Familien u.a. (Musikland, Kernland deutscher Geschichte, Architektur- und Industrietourismus, Weinstraßen im Süden, über 150 Museen, viele bedeutende Volks- und Stadtfeste...). Sehenswürdigkeiten aus allen Epochen, von der frühen Menschheitsgeschichte bis in die Gegenwart. Unesco-Welterbestätten und -Städte (Bauhaus in Dessau-Roßlau, Lutherstätten in Eisleben und Wittenberg, Gartenreich Dessau-Wörlitz, UNESCO-Biosphärenreservat Mittelelbe, Flächendenkmal Quedlinburg) Viele verschiedene Landschaften.  Besonders beliebt, da zentral gelegen in der Mitte Deutschlands, ist Sachsen-Anhalt als Kurz- und Städtereisedestination. Kapazitäten: ca. 50.000 Betten, rund 1.000 geöffnete Beherbergungsbetriebe, rund 60 Campingplätze,fünf Heilbäder. Tourismusregionen: Altmark, Magdeburg und Umland, Luther|Bauhaus|Gartenreich, Halle-Saale-Unstrut, Harz (Top-Destination). Größe: 20.445 Quadratkilometer. 2,44 Mio Einwohner. 1.033 Gemeinden, darunter 124 Städte, 11 Landkreise. Landeshauptstadt: Magdeburg. Größte Städte: Halle und Magdeburg. Höchster Berg: Brocken (Harz). Größter See: Arendsee (Altmark), längster Fluss: Elbe (303 km), 21 Prozent Waldfläche. Alle touristischen Basisdaten unter
www.sachsen-anhalt-tourismus.de, www.tm-sachsen-anhalt.de.


Reiten

Reitangebote sind in ganz Sachsen-Anhalt zu finden, besonders jedoch in der Altmark im Norden, in der das mit 1.600 km längste Reitwegenetz Europas liegt. Die Altmark ist altes Pferdeland. Beim Ausritt in die Auenlandschaften an Elbe und Havel treffen Sattelfeste auf seltene Tiere wie Fischotter und Biber. Feldsteinkirchen laden zur Rast im Schatten und romantische Fachwerkstädte zum Füllen der Satteltaschen ein. In mehr als 50 Reit- und Ferienhöfen können Übernachtungen, Gastboxen, Leihpferde und Reitunterricht gebucht werden. Auch Kremser- und Planwagenfahrten sind möglich. Viele themenbezogene Trails: z.B. „Elbe-Havel-Trail“, die „Tour von Schloss zu Schloss“ oder die Suche nach „Alten Sagen auf neuen Pfaden“, wie sie z.B. der Interessenverein Sternreiten Altmark e.V. anbietet (
www.sternreiten-altmark.de). Viele Reiterhöfe sind dort Mitglied. Ein über die Landesgrenzen hinaus bekannter Veranstaltungstipp ist der Havelberger Pferdemarkt, immer am 1. Wochenende im September (www.havelberg.de/pferdemarkt.html). Landesverband der Reit- und Fahrvereine (13.000 Mitglieder in 280 Vereinen): www.pferde-sachsen-anhalt.de.


Renaturierungsprojekte
Viele spannende Landschaftswandel-Projekte können in Sachsen-Anhalt besucht und aktiv touristisch genutzt werden. Darunter die geflutete Bergbaufolgelandschaft Goitzsche bei Bitterfeld; das ehemalige EXPO-Projekt Ferropolis – eine Bergbaulandschaft, in der riesiges Abraumgerät künstlerisch in Szene gesetzt und zur Kulisse für viele Events wurde; der süddlich von Halle (Saale) gelegene Geiseltalsee (einer der beiden größten künstlichen Seen Deutschlands) oder das Harzer Seeland mit dem Concordia See. Auch im Biosphärenreservat Mittelelbe gibt es mehrere Renaturierungsprojekte zur Rettung der einmaligen Auenlandschaft zu sehen, darunter Deichrückverlegungen oder die Renaturierung von Uferzonen und Seen wie dem Kühnauer See und das „Naturschutzgroßprojekt Mittlere Elbe“.
www.blaues-band.de, www.sachsen-anhalt-tourismus.de, www.kohle-dampf-licht.de


Repgow, Eike von (ca. 1180-1235)

Über Eike von Repgow sind verlässliche Angaben kaum bekannt. Er wurde wohl zwischen 1180 und 1190 in Reppichau (zwischen Dessau-Roßlau und Köthen) geboren und starb nach 1233. Er ist Verfasser des „Sachsenspiegels“, des ältesten und bedeutendsten Rechtsbuches (Landrecht, Lehnrecht) des deutschen Mittelalters. Die systematische Sammlung sächsischen Rechts, in niederdeutscher Sprache, hatte Einfluss auf Kultur- und Rechtsgeschichte in weiten Teilen Mittel- und Osteuropas, weit über die Zeit des Mittelalters hinaus. Repgow soll den „Sachsenspiegel“ auf der Burg Falkenstein im Harz geschrieben haben.


Reppichau

Das Dorf Reppichau, gelegen im Salzlandkreis im Städtedreieck Köthen-Aken-Dessau, ist der Geburtsort von Eike von Repgow, dem Verfasser des „Sachsenspiegels“, des ältesten und bedeutendsten Rechtsbuches (Landrecht, Lehnrecht) des deutschen Mittelalters. Reppichau gedenkt seines berühmten Sohnes u.a. mit sieben über das Dorf verteilten lebensgroßen Metallskulpturen, die nach Vorlagen aus der Heidelberger Bilderhandschrift des „Sachsenspiegels“ gefertigt wurden.
www.reppichau.de


Residenzstädte

Die Residenzstädte (städtische Residenz eines weltlichen Herrschers) in Sachsen-Anhalt wurden von ihren Regenten Anfang des 17. Jh. mit vielen prunkvollen Stadt- und Landschlössern, Parkanlagen und Kirchenbauten geschmückt, die heute zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten gehören. U.a. in Dessau-Roßlau, der Bachstadt Köthen, Bernburg, Zerbst, Zeitz, Coswig und Ballenstedt. Der Landesteil Anhalt und mit ihm seine Residenzstädte begeht 2010 sein 800jähriges Jubiläum.
www.sachsen-anhalt-tourismus.de;www.anhalt.800.de


Richter, Adrian Ludwig (1803-1884)

Der in Dresden geborene und gestorbene bedeutende Maler und Zeichner der Spätromantik, Adrian Ludwig Richter, wanderte 1836 durch den Harz und schuf im Auftrag des Leipziger Verlegers Georg Wigand für den Band „Harz“ der Buchserie „Das malerische und romantische Deutschland“ 30 vielgerühmte Tafeln.


Röcken

Das Dorf Röcken (1232 erstm. erwähnt, aber älter) liegt zwei Kilometer südwestlich von Lützen im Burgenlandkreis. Röcken ist der Geburtsort des berühmten Philologen, Schriftstellers und Philosophen Friedrich Nietzsche („Also sprach Zarathustra“); hier verbrachte der Sohn des Röckener Pfarrers Carl Ludwig Nietzsche seine frühe Kindheit und hier liegt er auch begraben. Röcken erinnert an seinen berühmtesten Sohn rund um seine Taufkirche (12. Jh.). Sein Geburtshaus ist heute eine Gedenkstätte, die Dorfschule in die er ging liegt gleich nebenan, seine Grabstätte direkt auf dem Kirchenareal. Der Künstler Klaus Friedrich Messerschmidt schuf eine lebensgroße Figurengruppe, die Nietzsche in unterschiedlichen Lebenssituationen zeigt.
www.saale-unstrut-tourismus.de 


Rolandsfiguren
Ein Roland ist ein Standbild eines Ritters mit gezogenem Schwert, das ein Richtschwert symbolisiert. Die Rolandsfigur ist ein mittelalterliches Zeichen für eine Stadt mit eigener Gerichtsbarkeit und Marktrecht, für die Freiheit der Bewohner. Von 20 in Deutschland erhaltenen Rolandsfiguren stehen 13 in Sachsen-Anhalt, so z.B. in Halle (Saale); eine der ältesten in Halberstadt; in Magdeburg; in Quedlinburg; in der Lutherstadt Eisleben ein „Bergmannsroland“; in Zerbst; Stendal und in Haldersleben der einzige Roland zu Pferd.


Romanik

Mit Romanik wird eine Stilepoche der Zeit des 11. und 12., teils auch des 13. Jh. bezeichnet – und hier (neben der bildenden Kunst) vor allem der Stil der Baukunst. Romanische Bauten sind zu erkennen an halbkreisförmigen Rundbögen, großen glatten Flächen, massiven Formen und Mauern. Kirchen haben meist die Form einer (römischen) Basilika. Die der Romanik nachfolgende Stilepoche war die Gotik. Die „Straße der Romanik“ in Sachsen-Anhalt ist eine der beliebtesten Tourismusrouten in Deutschland.
www.romanikstrasse.de


Romantik

Die Romantik ist eine kulturgeschichtliche Epoche (Ende 18. Jh. bis ca. Mitte 19. Jh.), in der Literatur, Musik und bildenden Kunst. Die Romantiker wollten weniger Mensch und Volk erziehen – sie suchten eher die „innere Einheit“ und eine (auch mystische) Welt, die sie verloren glaubten. Der Dichter Novalis, bei Mansfeld 1772 geboren und in Weißenfels schon 1801 gestorben (beide Orte im heutigen Sachsen-Anhalt), schuf wohl mit seiner „Blauen Blume“ das Signet der ganzen Epoche. Im Haus und Garten (Reichardts Garten  - „Gartenträume“) des Komponisten Reichardt trafen sich so viele Romantiker (Tieck, Brentano, Novalis, etc.) so oft, dass sein Anwesen in Halle (Saale) „Herberge der Romantik“ genannt wurde.


Rothensee (BB)

Das 1938 gebaute Schiffshebewerk Rothensee ist eine technische Meisterleistung und heute ein Industriedenkmal. Innerhalb von drei Minuten überwand das Hebewerk einen Höhenunterschied von bis zu 18 m. Zusammen mit dem benachbarten Wasserstraßenkreuz Magdeburg (der mit 918 m längsten Trogbrücke Europas) ist das Schiffshebewerk Rothensee ein Touristenmagnet („Blaues Band“).


Rotkäppchen Sektkellerei

Die Rotkäppchen-Sektkellerei in Freyburg (Saale), im nördlichsten Weinanbaugebiet Deutschlands an Saale und Unstrut, zählt im Jahr über 100.000 Besucher bei Führungen und Verkostungen in ihren fünf Stockwerke tiefen Kellergewölben, im Domkeller und im historischen Lichthof. Die Kellerei ist bekannt für zahlreiche Veranstaltungen im Jahr: das Sektival, Kabarettabende, Konzerte, etc..
www.saale-unstrut-tourismus.de, www.rotkaeppchen.de   


Rübeland, Schauhöhlen
Die „Rübeländer Tropfsteinhöhlen“ in Rübeland, einem Ortsteil der Stadt Elbingerode, sind fester Bestandteil eines jeden Harzurlaubes. Die Baumannshöhle ist eine der ältesten Schauhöhlen der Welt (Führungen seit 1646) und bekannt für ihre eindrucksvollen Tropfsteine, die Stalagmiten und Stalaktiten. Die Hermannshöhle bietet mit ihrer Kristallkammer und dem von rund einem Dutzend Grottenolmen bewohnten Olmensee wieder ein anderes faszinierendes Bild. In ihrem imposanten Goethesaal mit einer  Naturtheaterbühne für bis zu 300 Personen wird Theater unter Tage gezeigt, z.B. die „Höhlenfestspiele“ oder „CAVEMAN“.
www.harzer-hoehlen.de


Rudelsburg und Saaleck (SdR)

Die beiden Burgruinen Rudelsburg und Saaleck (beide 12. Jh., „Straße der Romanik“) liegen dicht beieinander an der Saale in der Nähe der Kur- und Weinstadt Bad Kösen im Burgenlandkreis. Auf der Rudelsburg entstand das Lied „An der Saale hellem Strande“ von Franz Kugler. Die Burg war im 19. Jh. Liebling vieler Romantiker. Heute kann der Besucher in der Burg speisen und heiraten und im Rittergut übernachten. Weithin sichtbar sind die zwei gleichartigen, mächtigen romanischen Rundtürme der Burg Saaleck.
www.romanikstrasse.de, www.rudelsburg.com


Rudolf von Schwaben (ca. 1025-1080)

Rudolf von Schwaben fiel im Jahr 1080 in der Schlacht von Hohenmölsen (15 km südöstlich von Weißenfels) auf dem Gebiet des heutigen Sachsen-Anhalt. Er war Herzog von Schwaben und Anhänger seines Schwagers, König Heinrich IV. Im Investiturstreit (Gang nach Canossa) wechselte er auf die Seite der Gegner Heinrichs und wurde 1077 zum Gegenkönig gewählt. Beide bekriegten sich bis zum Tode Rudolfs. Ihm wurde angeblich bei der Schlacht die rechte (Schwur-) Hand abgeschlagen, so dass er verblutete. Dies wurde als Zeichen gesehen, dass Eidbruch nicht gottgefällig ist, und schwächte die Position von Heinrichs Gegnern. Rudolf wurde im Merseburger Dom begraben. Besucher können heute die Bronzegrabplatte im Dom und die Rudolf zugeschriebene Hand im Dom-Museum besichtigen.
www.merseburg.de

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