Tourismus-Marketing Sachsen-Anhalt GmbH

Tourismus-Marketing Sachsen-Anhalt
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Saale (BB)
Die Saale entspringt im Fichtelgebirge, durchfließt Bayern und Thüringen und mündet nach 413 km in Sachsen-Anhalt bei Barby in die Elbe. In Sachsen-Anhalt durchquert sie den Naturpark Saale-Unstrut-Triasland, die „Toskana des Ostens“, mit mildem Klima, hügeliger Landschaft, mit Wein-Hängen entlang der Flüsse Saale und Unstrut („Blaues Band“). Zahlreiche Burgen, Schlösser und Ruinen, Dome und Klöster säumen die Flussufer auf Hügeln und Bergen („Straße der Romanik“). Sehenswerte und geschichtsträchtige Städte im Naturpark und nördlich bis zur Elbe sind u.a.: Bad Kösen, Naumburg, Weißenfels, Bad Dürrenberg, Merseburg, Halle (Saale), Wettin und Bernburg (Saale). Die Saale bietet beste Möglichkeiten für Wasserwanderer. Entlang des Flusses verläuft der Saale-Radwanderweg.
www.romanikstrasse.de, www.blaues-band.de, www.saale-radwanderweg.de  



Saaleck (BB, SdR)
Das Dorf Saaleck liegt an der Saale („Blaues Band“) im Burgenlandkreis 3 km südwestlich von Bad Kösen, deren Ortsteil Saaleck ist, und sieben Kilometer südwestlich von Naumburg im Weinbaugebiet der Saale-Unstrut-Region. Die beiden Burgruinen Saaleck und Rudelsburg (beide 12. Jh., „Straße der Romanik“) liegen dicht beieinander an der Saale oberhalb des Dorfes. Auf der Rudelsburg entstand das Lied „An der Saale hellem Strande“ von Franz Kugler. Die Burg war im 19. Jh. Liebling vieler Romantiker. Heute kann der Besucher in der Burg speisen und heiraten und im Rittergut übernachten. Weithin sichtbar sind die zwei gleichartigen mächtigen romanischen Rundtürme der Burg Saaleck. Sehenswert ist in Saaleck auch die restaurierte Laurentiuskirche (12. Jh., mehrmals umgebaut) mit ihrer romanischen Sakristei.
www.romanikstrasse.de, www.rudelsburg.com, www.blaues-band.de 



Saale-Radwanderweg

Von den 427 km des Saale-Radwanderwegs führen 177 durch Sachsen-Anhalt – durch Wiesen und Auwälder, vorbei an zahlreichen Burgen und Schlössern im nördlichsten Weinanbaugebiet Deutschlands an der Saale (und der Unstrut). Auch Halle (Saale) und die Dom- und Domschatzstädte Naumburg und Merseburg liegen an der Route. Der ausgeschilderte Radweg verläuft auf gut ausgebauten Wegen und wenig befahrenen Landstraßen. Einige Abschnitte haben Kopfsteinpflaster oder Plattenwege. Verbindungen zu anderen Radwegen: Ilmtal-Radweg, Rundkurs Saale-Unstrut-Elster-Radacht, Unstrut-Radweg, Salzstraße, Elsterradweg, Himmelsscheibenradweg, Radweg Saale-Harz, Europaradweg R 1, Elberadweg.
www.saale-radwanderweg.de, www.saale-unstrut-tourismus.de    



Saale-Unstrut-Triasland, Naturpark

In der „Toskana des Ostens“ im Süden Sachsen-Anhalts wachsen Wein und Orchideen. Das milde Klima, die hügelige Landschaft mit den Weinhängen entlang der Flüsse Saale und Unstrut („Blaues Band“) geben dem Naturpark Saale-Unstrut-Triasland ein mediterranes Flair. Seit über 1.000 Jahren wird hier im nördlichsten Weinanbaugebiet Deutschlands gekeltert. Zahlreiche Burgen, Schlösser und Ruinen, Dome und Klöster säumen die Flussufer auf Hügeln und Bergen („Straße der Romanik“). In Orten wie Naumburg, Memleben, Bad Kösen, Schulpforta oder Weißenfels wurde deutsche (Früh-) Geschichte geschrieben und aufbewahrt. Sensationelle archäologische Funde aus der Jungstein- und Bronzezeit, insbesondere die in der Nähe von Nebra gefundene Himmelsscheibe, die weltweit älteste konkrete Darstellung des Kosmos, sind auf der touristischen Erlebnisroute „Himmelswege“ zu entdecken. Der Naturpark ist ideal zum Wandern und Radfahren (Saale-Radwanderweg) und die vor 250 Millionen Jahren im Trias entstandene Landschaft lässt sich auch von den Flüssen aus genießen.
www.naturpark-saale-unstrut.de, www.romanikstrasse.de, www.himmelswege.de



Sachsenspiegel

Über Eike von Repgow sind verlässliche Angaben kaum bekannt. Er wurde wohl zwischen 1180 und 1190 in Reppichau (Salzlandkreis) geboren und starb nach 1233. Er ist Verfasser des „Sachsenspiegels“, des ältesten und bedeutendsten Rechtsbuches (Landrecht, Lehnrecht) des deutschen Mittelalters. Die systematische Sammlung sächsischen Rechts, in niederdeutscher Sprache, hatte Einfluss auf Kultur- und Rechtsgeschichte in weiten Teilen Mittel- und Osteuropas, weit über die Zeit des Mittelalters hinaus. Repgow soll den „Sachsenspiegel“ auf der Burg Falkenstein im Harz geschrieben haben.



Sagen und Legenden / Mythen / Geistergeschichten

Ein Land wie Sachsen-Anhalt mit viel Geschichte hat viele Sagen und Legenden. Besonders gut und überaus zahlreich gediehen sie in dem bis ins 19. Jh. recht unzugänglichen Harz. Hier, bei Thale, sollte die Königstochter Brunhild den Riesen Bodo heiraten, wollte aber nicht, und floh mit Pferd und geliebtem Selmar durch Wald und Berg. Vor einer tiefen Schlucht hatte der wütende Bodo sie schon fast eingeholt. Da sprangen die Verfolgten auf ihrem Pferd auf die andere Seite der Schlucht. Der Aufsprung war so hart, dass bis heute der Hufabdruck zu sehen ist, und jener Bergfels deshalb Rosstrappe heißt. Brunhild verlor bei dem Sprung ihre Krone, die in den Fluss im Tal fiel. Bodo sprang hinterher, stürzte aber ab, verwandelte sich dabei in einen Hund, und muss seitdem die Goldkrone mit allabendlichem Grollen bewachen. Der Fluss wurde seitdem Bodo genannt und später, bis heute, Bode. Sagenumwoben sind viele der Burgen, Schlösser und Ruinen im Saale-Unstrut-Gebiet (z.B. Eckartsburg). Die Einwohner der ländlich-idyllischen Altmark wissen überproportional viel Schauerliches zu erzählen, etwa was ein untergehendes Schloss mit der Entstehung von Sachsen-Anhalts größtem natürlichen See, dem Arendsee, zu tun hatte. Berühmt ist die Barbarossasage aus dem  Kyffhäusergebirge. Merseburg berichtet, was ein Stuhl mit dem Ableben von Domherren zu schaffen hat; in Halberstadt fragt man sich, was ein Lügenstein auf dem Domplatz soll; auf der Bernburg warnte, so will es die Legende, Eulenspiegel vor Feinden, die nicht kamen. Sagenhaft ist auch, dass der Besucher Sachsen-Anhalts sich von der Wahrhaftigkeit der Sagen und Legenden an handfesten Bespielen überzeugen kann. Den Arendsee gibt es wirklich (das Schloss wird noch gesucht), die Bernburg hat einen Eulenspiegelturm, der Lügenstein liegt westlich des Halberstädter Doms, Rosstrappe, Mägdesprung und Teufelsmauer liegen noch immer im Harz, wo auch die Bode immer noch fließt. Die Orte des mythischen Geschehens können in Sachsen-Anhalt nicht nur besichtigt werden. Ihre Geschichte und Geschichten sind hier erlebbar, auch für kleine Besucher und besonders häufig im Harz: etwa in Thale bei „Hexenführungen“ durch das Bodetal und anderen buchbaren Sagen- und Mythenführungen; bei der vergnüglichen Kostümführung „Es spukt in der Kaiserpfalz“ und der nächtlichen Kinderführung „Mit der Taschenlampe durch Goslar“, beide in Goslar (Niedersachsen) oder der „Schatzsuche unter Tage“ in der Grube Samson des Bergwerkes in Sankt Andreasberg (Niedersachsen).
www.sagen.at, www.sagen-harz.de, www.goslar.de, www.oberharz.de    



Salzwedel, Hansestadt (SdR)

Die Hansestadt Salzwedel (1112 erstm. erwähnt) ist Kreisstadt des Altmarkkreises Salzwedel im Nordwesten der Altmark an der alten Salzstraße und mit ihrer ältesten Kirche, der Pfarrkirche St. Lorenz, eine Station an der „Straße der Romanik“. In der Nähe der Burg Salzwedel (1112 erstm. erwähnt), von der heute nur noch Reste stehen (Burgkapelle, -turm und -wall), wurde um 1250 eine dreischiffige Kirche aus Backstein (Stil: Übergang von Romanik zu Gotik) errichtet. Nach Teilzerstörung im 19. Jh. (Turm und Seitenschiffe) wurde sie im 20. Jh. in Teilen rekonstruiert. Sehenswert in Salzwedel u.a.: schöne Altstadt mit Fachwerk und norddeutscher Backsteingotik, Jeetzehafen mit Hansehof (15. Jh.), acht Kilometer erhaltene Stadtmauer mit zwei Toren, Jenny-Marx-Haus (Geburtshaus der Frau von Karl Marx), Kirchen St. Marien (mit 86 m hohem, schiefem Turm) und St. Katharinen. Salzwedel ist berühmt für seinen Baumkuchen.
www.salzwedel.de, www.romanikstrasse.de



Salzwedeler Baumkuchen

Die Hansestadt Salzwedel (1112 erstm. erwähnt) ist berühmt für ihren Salzwedeler Baumkuchen, einen schichtweise auf eine Walze aufgetragenen Kuchen, der rotierend über offenem Holzfeuer (heute auch in speziellen Öfen) hergestellt und „König der Kuchen“ genannt wird. Das älteste deutschsprachige Rezept für Baumkuchen stammt von ca. 1450, der Name Baumkuchen wird 1682 zum ersten Mal schriftlich erwähnt. 1841 weilte der preußische König Friedrich Wilhelm IV. in Salzwedel und wurde von der Stadt auch mit Baumkuchen bewirtet. Der mundete ihm so gut, dass dessen Herstellerin, Louise Lentz, zu Weihnachten einen weiteren an den Hof schickte. Sie bekam als Gegengeschenk ein Meißener Porzellan-Service – und bald Bestellungen u.a. aus Petersburg und Wien.
www.salzwedel.de



Sangerhausen (GT, SdR)

Die Berg- und Rosenstadt Sangerhausen an den Hängen des Südharzes ist über 1.000 Jahre alt. Das Europa–Rosarium („Gartenträume“) zeigt die größte Rosensammlung der Welt. Auf 12,5 Hektar stehen 8.300 Sorten aus der ganzen Welt. Viele der Rosen sind selten oder vom Aussterben bedroht und werden hier für die Nachwelt bewahrt. 1993 bekam das Rosarium (gegründet 1903) den Titel „Europa-Rosarium“. Das Rosarium besitzt einen in seiner Bedeutung unschätzbaren Rosen-Genpool. Am letzten Juni-Wochenende lädt das Rosarium traditionell zum jährlichen Berg- und Rosenfest. Mit der zwischen 1116 und 1123 gebauten  romanischen Pfarrkirche St. Ulrici (Ulrichkirche) in der schönen historischen Altstadt ist Sangerhausen Station an der „Straße der Romanik“. Weitere Sehenswürdigkeiten sind u.a.: Schaubergwerk Röhrigschacht, Jacobikirche (1457-1542), Altes Schloss (1260), Marienkirche (1350), Rathaus (1437), Neues Schloss (1622) und das Spengler-Museum (fast 2.000 Exponate) mit einem 500.000 Jahre alten Mammut-Skelett. Die Stadt nimmt am „Harzer KulturWinter“ teil.
www.sangerhausen-tourist.de, www.romanikstrasse.de, www.gartentraeume-sachsen-anhalt.de, www.europa-rosarium.de                                                                                                                                  



Schierke

Der Wintersport- und Luftkurort Schierke liegt am Fuß des höchsten Berges Norddeutschlands, des Brockens (Touristenziel Nr. 1 im Harz), und ist mit 600 m die am höchsten gelegene Ortschaft im Harz. Der Ort ist umgeben von Wäldern des Naturparks Harz. Schierke ist letzte Station der Dampfzüge der Harzer Schmalspurbahn vor der Endstation auf dem Brocken. Zum Gipfel kann man auch wandern (ca. zwei Stunden) oder sich in einer Kutsche bringen lassen.
www.schierke-am-brocken.de, www.harzinfo.de



Schifffahrt

Die Elbe ist mit 303 Flusskilometern in Sachsen-Anhalt die für die Schifffahrt wichtigste Wasserstraße des Bundeslandes und wesentlicher Teil des „Blauen Bandes“. Zahlreiche Seen und Flüsse bieten ebenfalls viele Wassersportmöglichkeiten und Fahrgastschifffahrt wie die „Weiße Flotte“. Über Tipps und Touren, Veranstaltungen, Häfen, Gastliegeplätze, Servicemöglichkeiten und alle für die Schifffahrt relevanten Themen informieren die Broschüre „Blaues Band“, die unter
www.sachsen-anhalt-tourismus.de bestellt werden kann oder die Internetseite www.blaues-band.de.  


Schlösser / Burgen
Sachsen-Anhalt ist eines der burgenreichsten deutschen Bundesländer mit rund 1.500 Burgen, Schlössern und Herrschaftssitzen (allein rund 100 Burgen/Burgruinen). Viele liegen an der beliebtesten Tourismusroute des Bundeslandes, der „Straße der Romanik“ – u.a. Burg Saaleck, Rudelsburg in Bad Kösen, Königspfalz Tilleda, Burg Giebichenstein in Halle (Saale), Burg Falkenstein, Burg Querfurt, Schloss Neuenburg in Freyburg, Burg und Schloss Allstedt. Doch auch abseits der Romanikstraße herrscht kein Mangel: Burg Tangermünde, Schloss Wörlitz, Schloss Mosigkau und Schloss Luisium in Dessau-Roßlau, Burg Regenstein bei Blankenburg (frühgeschichtliche Felsenburg), Köthener Schloss, Schloss Wernigerode und Schloss Bernburg sind nur eine Auswahl.
www.romanikstrasse.de, www.dome-schloesser.de



Schlosskirche (Wittenberg)

Die Schlosskirche (geweiht 1503) in der Lutherstadt Wittenberg ist eine der berühmtesten und meistbesuchten Kirchen der Welt. Martin Luther schlug hier 1517 seine 95 Thesen an die Kirchentür – der Anfang der Reformation, zu deren Hauptschauplätzen die Kirche auch weiterhin gehörte. In der Schlosskirche liegen Martin Luther und sein Mitstreiter Philipp Melanchton begraben. Das eindrucksvolle Gebäude gehört zum UNESCO-Welterbe.
www.wittenberg.de



Schönebeck (Elbe)

Die Salzstadt Schönebeck (1223 erstm. erwähnt) liegt im Salzlandkreis in der Elbtalaue des „Biosphärenreservats Mittelelbe“, unweit der Seen von Plötzky-Pretzin. Das Salz machte die Stadt über Jahrhunderte wohlhabend, heute noch zu sehen an prächtigen Gebäuden und Kirchen. Das Solebad in Schönebecks Stadtteil Bad Salzelmen (einst Wohnstätte der Salzsieder) ist das älteste Deutschlands. Sehenswert u.a.: Museum im ehemaligen Rathaus (Geschichte des Salzes, Elbschifffahrt), die Stadtkirchen St. Jacobi und St. Johannis, das Gradierwerk (1.837 m lang), der Markt mit Rathaus, Marktbrunnen und Salzturm, das Schalom-Haus.
www.schoenebeck.de



Schönhausen (SdR)

Das Dorf Schönhausen (Elbe) liegt im Landkreis Stendal in der Altmark, eingebettet in die idyllische Flusslandschaft des „Biosphärenreservats Mittelelbe“. Otto Fürst von Bismarck (1815-1898) wurde am 1. April 1815 hier in der sogenannten Alten Mark geboren und in der 1212 geweihten romanischen Dorfkirche („Straße der Romanik“) getauft. Die dreischiffige Basilika (1212 geweiht), für eine Dorfkirche sehr groß, ist wohl der bedeutendste Folgebau der Klosterkirche Jerichow (1144). Besonders sehenswert ist das hölzerne Triumphkreuz (1235). Auf dem Nachbargrundstück der Kirche beherbergt ein Seitenflügel des ehemaligen Herrenhauses (Rittergut um 1700) von Bismarcks Familie ein Bismarck-Museum. Hier an der Elbe schützte Bismarck als viel gerühmter Deichmeister die Menschen vor den Fluten, bevor er später als erster Reichskanzler des Deutschen Reiches die Geschicke des Landes lenkte.
www.sachsen-anhalt-tourismus.de, www.schoenhausenelbe.de 
 

Schulpforte / Schulpforta (SdR)
Der Ort Schulpforte, früher Schulpforta genannt, liegt im Weinanbaugebiet an der Saale zwischen Naumburg und Bad Kösen an der „Straße der Romanik“. Das romanische Cistercienserkloster Sanctae Mariae ad Portam (Kloster Pforta) mit Klosterkirche existierte von 1137 bis 1540. In den Klostergebäuden wurde 1543 die Landesschule zur Pforte (Internatsschule) gegründet, zu deren Schülern berühmte Persönlichkeiten wie Nietzsche, Klopstock oder Fichte gehörten. Heute ist die Landesschule Pforta (Träger: Sachsen-Anhalt) ein  Internatsgymnasium mit Begabtenförderung in den Bereichen Sprachen, Musik und Naturwissenschaften. Die meisten historischen Gebäude können besichtigt werden.
www.romanikstrasse.de



Schütz, Heinrich (1585-1672)
Heinrich Schütz, berühmter Komponist des Frühbarock (er schuf die erste deutsche Oper „Daphne“), wurde im thüringischen Köstritz geboren und nach seinem Tod in der alten Dresdner Frauenkirche (Abriss 1727/Verlust des Grabmals) beigesetzt. Schütz, Sohn eines Gastwirts, war fünf Jahre alt, als seine Familie nach Weißenfels in Sachsen-Anhalt zog - hier verbrachte er seine Kindheit. Schütz war 40 Jahre Hofkapellmeister in Dresden, bevor er mit 71 Jahren wieder nach Weißenfels zog. Hier entstand das Alterswerk des „Vaters der deutschen Musik“: die „Passionen“, die „Weihnachtshistorie“ und der „Schwanengesang“. Sein Weißenfelser Wohnhaus, ein prächtiger Renaissance-Bau, wird als Gedenkstätte genutzt und ist nationaler „Kultureller Gedächtnisort“.
www.weissenfels.de



Seeburg (SdR)

Seeburg liegt im Landkreis Mansfeld-Südharz an der „Straße der Romanik“. Schloss Seeburg (1036), eine der ältesten und größten Burgen in Mitteldeutschland, wurde Anfang des 16. Jh. zu einem Renaissance-Schloss umgebaut. Die verfallende Anlage wurde liebevoll restauriert, auch der Witwenturm (11. Jh.), in dem man heute heiraten, übernachten und Feste feiern kann.
www.seeburg-schloss.de, www.romanikstrasse.de 



Seeland,
siehe Harzer Seeland (BB)


Seen

Die Seen, Talsperren und künstlichen Wasserlandschaften (in ehemaligen Braunkohletagebau-Gebieten) in Sachsen-Anhalt sind touristische Magnete. Die größten Seen des Reiselandes sind der Arendsee (510 Hektar) in der Altmark und der Süße See (umgeben von Wein- und Obstanbaugebieten) im Mansfelder Land (beide Wassersport). Seen am „Blauen Band“: Bergwitzsee (Wassersport, Baden, FKK), Muldestausee (Wassersport), Rückhaltebecken Kelbra (Strandbad, Camping), Löderburger See (Wasserski, Bootsverleih), Pretziener Seen (24 Steinbrüche, 4 zum Tauchen), Goitzsche (Wasserport, einer der beiden größten künstlichen Seen Deutschlands), Geiseltalsee, Wallendorfer See (mobile Surfschule) und Raßnitzer See. Weitere Seen u.a.: Rappbodetalsperre, Harzer Seeland (bei Aschersleben), Barleber See bei Magdeburg (Badewanne Magdeburgs, Wassersport), Steinbruchseen bei Süplingen (Baden), Niegripper See (Motorboote, Verbindung zum Elbe-Havel-Kanal).
www.blaues-band.de, www.sachsen-anhalt-tourismus.de 
 

Segeln
Reizvolle Reviere bietet Sachsen-Anhalt den Seglern. 15 Seglervereine haben ihre Boote allein an den 303 Elbkilometern im Bundesland liegen. Der größte natürliche See, der Arendsee („Perle der Altmark“) legt noch mal 550 Hektar für die Segellust drauf, der Süße See im Mansfelder Land 260 Hektar, der Muldestausee 500 Hektar. Weitere Segelreviere u.a.: Bergwitzsee, Rückhaltebecken Kelbra, Goitzsche, Geiseltalsee, Niegripper See, Barleber See, Salbker See.
www.lsv-sa.de, www.blaues-band.de, www.sachsen-anhalt-tourismus.de



Seggerde (GT)

Der Ort Seggerde liegt im Landkreis Börde im Tal der Aller, ca.18 km nördlich von Helmstedt an der Grenze zu Niedersachsen. Gutshaus und Gutspark Seggerde (frühes 19. Jh.) gehören zu den „Gartenträumen“. Angelegt wurden sie von dem Gutsherrn Werner Friedrich Julius Stephan von Spiegel und sind nach wie vor das Zentrum des Ortes. Wald-, Wiesen- und Wasserflächen wechseln sich ab. Zum Ensemble gehören auch eine Orangerie und ein Palmenhaus.
www.gartentraeume-sachsen-anhalt.de


Sehenswürdigkeiten / Reiserouten / Reisethemen / Reiseland 
Das Reiseland Sachsen-Anhalt (s. Anreise) verfügt über vier Markensäulen: „Straße der Romanik“, „Gartenträume“, „Blaues Band“, „Himmelswege“. Viele weitere Reisethemen für Aktivtouristen, Kulturinteressierte, Familien u.a. (Musikland, Kernland deutscher Geschichte, Architektur- und Industrietourismus, Weinstraßen im Süden, über 150 Museen, viele bedeutende Volks- und Stadtfeste...). Sehenswürdigkeiten aus allen Epochen, von der frühen Menschheitsgeschichte bis in die Gegenwart. Welterbestätten und -Städte (Bauhaus in Dessau-Roßlau, Lutherstätten in Eisleben und Wittenberg, Gartenreich Dessau-Wörlitz, UNESCO-Biosphärenreservat Mittelelbe, Flächendenkmal Quedlinburg) Viele verschiedene Landschaften.  Besonders beliebt, da zentral gelegen in der Mitte Deutschlands, ist Sachsen-Anhalt als Kurz- und Städtereisedestination. Kapazitäten: ca. 50.000 Betten, rund 1.000 geöffnete Beherbergungsbetriebe, rund 60 Campingplätze, fünf Heilbäder. Tourismusregionen: Altmark, Magdeburg und Umland, Luther|Bauhaus|Gartenreich, Halle-Saale-Unstrut, Harz (Top-Destination). Größe: 20.445 Quadratkilometer. 2,44 Mio Einwohner. 1.033 Gemeinden, darunter 124 Städte, 11 Landkreise. Landeshauptstadt: Magdeburg. Größte Städte: Halle (Saale) und Magdeburg. Höchster Berg: Brocken (Harz). Größter See: Arendsee (Altmark), längster Fluss: Elbe (303 km), 21 Prozent Waldfläche. Alle touristischen Basisdaten unter
www.sachsen-anhalt-tourismus.de


Selketal / Selketal-Stieg

Das wild-romantische Selketal gehört zu den schönsten Landschaften im Harz. Die Selke (Heine: „eine schöne, liebenswürdige Dame“) entspringt nahe Stiege, fließt durch Wälder und Wiesen mit seltenen Pflanzen- und Tierarten (Eisvogel, Feuersalamander, etc.), überragt von Felsklippen und Bergen mit Burgen und Schlössern, und verlässt bei Meisdorf den Harz.  Das Selketal ist ideal zum Wandern, Radeln und Reiten – und zum Entdecken (nicht nur des Mausefallen- und Kuriositätenmuseums in Güntersberge). Hier schrieb Gottfried August Bürger (1747-1794) die Lügengeschichten des Barons Münchhausen in deutscher Sprache, hier soll Eike von Repgow (auf Burg Falkenstein, 13. Jh.) den „Sachsenspiegel“ verfasst haben. Von der Frühzeit deutscher Geschichte (nur ein Beispiel) erzählt auch die Ruine der Stammburg der Anhaltiner in Ballenstedt, das auch ein Schloss nebst herrlichem Barockgarten („Gartenträume“), und die Grablege Albrechts des Bären, Stammvater der Anhaltiner, sein eigen nennt. Das Selketal kann über den Wanderweg Selketal-Stieg entdeckt werden, der von Stiege über Alexisbad und Ballenstedt bis Quedlinburg führt. Die Selketalbahn gilt als die schönste der drei Strecken, die die Harzer Schmalspurbahn mit ihren Dampfzügen bedient.
www.harzinfo.de



Selketalbahn

Die Selketalbahn ist eine der drei von Dampfzügen - regelmäßig und das ganze Jahr über -  befahrenen Strecken der Harzer Schmalspurbahn. Die anderen beiden Strecken sind die Harzquerbahn und die Brockenbahn. Alle drei zusammen bilden das längste zusammenhänge Schmalspurnetz Deutschlands (140,4 km) und haben jährlich 1,1 Mio. Fahrgäste. Die Selketalbahn, die auch durch das wild-romantische Selketal führt, gilt als die schönste Strecke.
www.hsb-wr.de



Seume, Johann Gottfried (1763-1810)

Johann Gottfried Seume wurde in Poserna (Ortsteil von Lützen) nahe der Stadt Weißenfels im Burgenlandkreis geboren. Der Schriftsteller wanderte 1801 nach Sizilien und schrieb darüber das berühmte Buch „Spaziergang nach Syrakus“ (3 Bände). Im Schlossmuseum Lützen zeigt eine Dauerausstellung Seumes Leben und Wirken.
www.luetzen-info.de



Sieglitzer Park (GT, Unesco-Weltkulturerbe)

Der Sieglitzer Park gehört zum UNESCO-Welterbe Gartenreich Dessau-Wörlitz („Gartenträume“). Der Waldpark (ca. 25 Hektar) wurde nach 1777 von Leopold III. Friedrich Franz von Anhalt-Dessau westlich von Vockerode auf einer Anhöhe, dem Sieglitzer Berg,  angelegt. Der Park wurde in seiner Entstehungszeit „geordnete Wildnis“ genannt (eine Wirkung, die der Fürst gewollt hatte) und bietet einen wunderbaren Ausblick auf das Gartenreich.
www.gartenreich.com   


Skaten

Skater finden in Sachsen-Anhalt viele Möglichkeiten in unterschiedlichsten Landschaften - von „einfach zu bewältigen“ bis „sportlich anspruchsvoll“. Informationen zu den vielen kleinen Skatestrecken geben die regionalen Tourismusinformationen. Auf einigen Fahrradwegen, wie z.B. dem durch fast ganz Sachsen-Anhalt verlaufenden Elberadweg und seinen Nebenstrecken, kann ebenfalls geskatet werden. Überregional bekannt ist z.B. der „Fläming-Skate“. Das Wegesystem wurde speziell für die Bedürfnisse von Skatern konzipiert (2001 eingeweiht) und ist mit 210 km die längste zusammenhängende Stecke ihrer Art in Europa.
www.flaeming-skate.de


Sonnenobservatorium Goseck (HW)

Die Gemeinde Goseck liegt an der Saale im Süden Sachsen-Anhalts (Burgenlandkreis) und ist vor allem durch eine rund 7.000 Jahre alte Kreisgrabenanlage bekannt geworden, deren Umrisse 1991 von Luftbildarchäologen entdeckt wurden. Die nach den Umrissen wieder errichtete gewaltige Anlage - 1.675 drei Meter lange Eichenstämme wurden für die authentische Rekonstruktion des Sonnenobservatoriums auf freiem Feld in den Boden gerammt - entstand ursprünglich schon 2.000 Jahre vor Stonehenge und ist das älteste bekannte Sonnenobservatorium Europas. Die Nachkommen der ersten Bauern Europas bestimmten rund 4.800 v.Chr. ihre Saat- und Erntezeiten mit Hilfe des hölzernen Sonnentempels. Funde sprechen dafür, dass ihre Priester in Goseck sogar Menschen opferten, um eine gute Ernte und den Schutz der Götter zu sichern. Goseck ist einer von vier Routenpunkten an der archäologischen Erlebnisroute „Himmelswege“. Ein Infopunkt im Gosecker Schloss („Straße der Romanik“) informiert in einer Dauerausstellung über Fundgeschichte, Bedeutung und Nutzung der Anlage.
www.himmelswege.de



Spiegelsberge (GT)

Halberstadt ist Kreisstadt des Landkreises Harz, gelegen im nördlichen Harzvorland. Begründet 804 durch Karl den Großen, wurde sie im 9. Jh. für über 800 Jahre Bischofssitz und war eine der bedeutenden Städte im Deutschen Reich. Die Stadt gehört mit dem Landschaftspark Spiegelsberge (1761) zu den „Gartenträumen“. Benannt nach ihrem damaligen Besitzer, dem städtischen Domdechanten von Spiegel zum Diesenberg (1711-1785), wurden die Spiegelsberge ab 1761 zu einem Landschaftspark umgestaltet. Wichtige Teile der markanten Parkarchitektur sind erhalten und wurden restauriert – etwa der Aussichtsturm Belvedere, die Eremitage oder das Jagdschloss.
www.gartentraeume-sachsen-anhalt.de, www.halberstadt.de 



Spielbanken

Es gibt drei Spielbanken in Sachsen-Anhalt. Die Casino-Standorte sind Magdeburg, Halle (Saale) und Wernigerode. Magdeburg und Halle (Saale) bieten neben dem Automatenspiel auch das Große Spiel (Roulette, Poker, Black Jack). Eintritt ab 18 Jahre.
www.spielbanken-sa.de



Spiritueller Tourismus 
siehe Pilgern


St. Jakobus Pilgerweg
Der spirituelle Tourismus in Sachsen-Anhalt gründet sich auf viele historische Ereignisse und Routen und gewinnt immer mehr an Bedeutung. Der beliebte St. Jakobus Pilgerweg führt in Sachsen-Anhalt weitgehend auf Wander- und Radwegen über 370 km von der brandenburgischen zur thüringischen Landesgrenze - von Vehlen über Stendal, Schönebeck, Halberstadt und Hettstedt nach Naumburg und von dort weiter, bis er nach vielen hundert Kilometern im spanischen Santiago de Compostela endet. Viele Herbergen der Pilgerroute sind in Sachsen-Anhalt historisch bedeutende Gemäuer und gehören oft zu Klöstern und Kirchenbauten an der „Straße der Romanik“.
www.jakobusweg-sachsen-anhalt.de, www.sachsen-anhalt-tourismus.de



Städtereisen

Sachsen-Anhalt ist ein typisches Städtereise-Land mit vielen kulturtouristischen und Erlebnis-Angeboten. Durch die zentrale Lage in der Mitte Deutschlands sind die kulturell und historisch beachtenswerten Städte des Reiselandes sehr gut zu erreichen. Unter dem Motto "Herzensbrecher - Sachsen-Anhalts schöne Städte" laden die sachsen-anhaltischen Städte ihre Gäste ein. Eine Auswahl der schönsten: Aschersleben (Altstadt), Dessau-Roßlau („Gartenreich“, Bauhaus, beides UNESCO-Welterbe), Freyburg (Unstrut) (Wein- und Sektstadt), Halberstadt (Dom), Halle (Saale) (Händelstadt, Kulturhauptstadt des Bundeslandes), Havelberg (Insel- und Domstadt), Köthen (Bachstadt), Lutherstadt Eisleben (UNESCO-Welterbe), Lutherstadt Wittenberg (UNESCO-Welterbe), Ottostadt und Landeshauptstadt Magdeburg (mit dem Dom als Wahrzeichen), Merseburg (Domstadt), Naumburg (Dom, Naumburger Meister), Quedlinburg (Wiege Deutschlands, Fachwerkstadt, UNESCO-Welterbe), Hansestadt Salzwedel (Fachwerk, Backsteingotik), Sangerhausen (Berg- und Rosenstadt, Europa-Rosarium), Tangermünde (Kaiser- und Hansestadt), Wernigerode (Bunte Stadt am Harz), Zeitz (Dom- und Residenzstadt). Viele besondere Städtereiseerlebnisse bietet „Stadtsprung. Städte zwischen Harz und Elbe“ - eine touristische Kooperation zwischen acht sachsen-anhaltischen Städten, die zu den kulturellen Leuchttürmen im Land gehören. Ein Angebot der Kooperation richtet sich an Enkel und ihre Großeltern: „enkel on tour“ bietet Abenteuer für die Kleinen und Erlebnis für die Großen – beim Schatzsuchen, Baggergucken, Dinosaurier bestaunen und Sherlock Holmes spielen.
www.stadtsprung.de, www.sachsen-anhalt-tourismus.de



Stadtfeste / Volksfeste

Anlässe zum Feiern gibt es viele in Sachsen-Anhalt. Auch bei den Stadt- und Volksfesten hat die reiche Geschichte des Bundeslandes Traditionen hervorgebracht: den Havelberger Pferdemarkt, das auf eine alte Sage zurückgehende opulente Hussiten-Kirschfest in Naumburg (Saale), „Luthers Hochzeit“ und das Reformationsfest in der Lutherstadt Wittenberg, unzählige Burg- und Schlossfeste (Querfurt, Tangermünde, Freyburg, Wernigeröder Schlossfestspiele), die jährlich am 30. April stattfindenden Walpurgisfeiern im Harz, das Kaiserlager Tilleda (Mittelalterfest auf der Königspfalz Tilleda), viele Winzerfeste in der Weinbauregion Saale-Unstrut (Freyburg, Bad Kösen) und Stadtfeste (Magdeburg, Lutherstadt Eisleben, Zeitz).
www.sachsen-anhalt-tourismus.de 
 

Stadtpark Rotehorn Magdeburg (GT)
Der Stadtpark Rotehorn („Gartenträume“) ist mit 200 Hektar der größte Stadtpark der Hauptstadt Sachsen-Anhalts. Der Landschaftspark (besonders schön in die natürliche Elbauenlandschaft eingefügt) liegt auf der Elbinsel Werder und wurde vom Stadtgartendirektor Paul Niemeyer ab 1871 angelegt und von seinen Nachfolgern weiter ausgestaltet. Sehenswürdigkeiten im Park u.a.: Pferdetor, Stadthalle, Aussichtsturm, Adolf-Mittag-See.
www.gartentraeume-sachsen-anhalt.de , www.magdeburg.de 



Stadtsprung

„Stadtsprung. Städte zwischen Harz und Elbe“ ist eine touristische Kooperation zwischen acht sachsen-anhaltischen Städten, die zu den kulturellen Leuchttürmen in Sachsen-Anhalt gehören. Dazu gehören die Landeshauptstadt Magdeburg, Halle (Saale), die Domstädte Halberstadt und Naumburg, die bunte Harz-Stadt Wernigerode, die UNESCO-Welterbe-Städte Quedlinburg, Dessau-Roßlau (Bauhaus-Stadt) und Lutherstadt Wittenberg. Ein besonderes Angebot der Kooperation richtet sich an Enkel und ihre Großeltern: „enkel on tour“ bietet Abenteuer für die Kleinen und Erlebnis für die Großen – beim Schatzsuchen, Baggergucken, Dinosaurier bestaunen und Sherlock Holmes spielen.
www.stadtsprung.de



Steinerne Renne

Die Steinerne Renne, gelegen westlich des Wernigeröder Ortsteils Hasserode im Harz am Fuß des Brockens, ist ein Flussabschnitt der Holtemme mit einem Höhenunterschied von ca. 200 m auf kurzer Distanz. Zahlreiche kleine Wasserfälle und Stromschnellen über und zwischen (Granit-) Stein und Fels bilden ein wild-romantisches Naturschauspiel. Es gibt eine eigene Haltestelle (Steinerne Renne) für die Dampfzüge der Harzer Schmalspurbahn, von der der Besucher über einen 2,5 km langen Wanderweg zu den Wasserfällen und zur Gaststätte „Zur Steinernen Renne“ gelangt.
www.harzinfo.de 



Stendal, Hansestadt
Die Hansestadt Stendal (1165 Stadtrecht) ist Kreisstadt des Landkreises Stendal, Verkehrsknotenpunkt und u.a. mit dem Theater der Altmark kulturelles sowie geographisches und ökonomisches Zentrum der (ländlichen) Altmark. Die Altstadt mit ihren beeindruckenden Gebäuden (Backsteingotik, einige Fachwerkhäuser) ist ein Flächendenkmal von 94 Hektar und zeugt vom einstigen Reichtum und der Bedeutung der Hansestadt. Sehenswürdigkeiten u.a.: die Kirchen, vor allem der Dom St. Nikolaus (15. Jh.) und die Marienkirche (1447 geweiht); das Uenglinger Tor (15. Jh., eines der schönsten Stadttore Norddeutschlands) und das Tangermünder Tor; das Rathaus (15. Jh.) mit der Rolandfigur (1525), das Altmärkische Museum im ehemaligen Kloster. Und das Museum für den berühmtesten Sohn der Stadt, Johann Joachim Winckelmann (1717-1768), Begründer der klassischen Archäologie und Kunstgeschichte, mit dem größten begehbaren Trojanischen Pferd der Welt (Kinder!).  
www.stendal-tourist.de



Stiftskirche St. Petrus, Petersberg (SdR)

Das Kloster (12. Jh.) auf dem Petersberg bei Halle (Saale) ist ein ehemaliger Augustiner-Chorherrenstift und Station der „Straße der Romanik“. Die beeindruckende Augustinerstiftskirche St. Petrus des Klosters wurde im 16. Jh. weitgehend zerstört und im 19. Jh. besonders originalgetreu wieder aufgebaut – auch der schöne Innenraum. Die ursprünglich bronzenen Grabplatten der Wettiner in der Kirche sind Sandsteinnachbildungen. Heute leben im Kloster Brüder der evangelischen Christusbruderschaft Selbitz. Sie bieten die Teilnahme an Gottesdiensten und nach Absprache Führungen an. Es gibt auch Übernachtungsmöglichkeiten.
www.romanikstrasse.de, www.christusbruderschaft.de



Stiftskirche St. Servatius / Quedlinburg

Die Hansestadt Quedlinburg (922 erstm. erwähnt), einstige Königspfalz (Heinrich I., Otto I., u.a.), gelegen am Nordrand des Harzes, gehört mit ihren gut 1.300 Fachwerkhäusern aus acht Jahrhunderten zum UNESCO-Welterbe (eines der größten Flächendenkmale Deutschlands) und ist Station an der „Straße der Romanik“. Die romanische Stiftskirche St. Servatius auf dem über der Stadt aufragenden Schlossberg ist die Grablege des ersten deutschen Königspaares Heinrich I. und Mathilde und birgt in ihren zwei Schatzkammern einen weltberühmten Domschatz (u.a. wertvolle Reliquienkästen und Handschriften des frühen Mittelalters wie das weltberühmte Samuhel-Evangeliar aus dem 9. Jh.) mit vielen Geschenken der ottonischen Kaiser.
www.romanikstrasse.de, www.quedlinburg.de 



Stolberg (GT, KO)

Der Luftkurort Stolberg (1188 erwähnt) liegt im Landkreis Mansfeld-Südharz, ist „Historische Europastadt“, und gehört zu den am besten erhaltenen Fachwerkstädten in Sachsen-Anhalt. Stolberg ist eine alte „Kupferstadt“ (Abbau seit dem 16. Jh.) und die älteste „Messingstadt“ der Welt. Sehenswürdigkeiten u.a.: Fachwerk-Altstadt, deren Gassen zum Markt führen; Rathaus (1454) ohne Treppenhaus – nur eine Außentreppe führt in die oberen Stockwerke und zur spätromanischen Martinikirche; Renaissance-Schloss Stolberg mit Rundturm von ca. 1200 mit Terrassengärten und Waldpark ("Gartenträume"); Heimat- und Handwerksmuseum. Der Bauernführer Thomas Müntzer wurde in Stolberg geboren (Denkmal am Marktplatz). Martin Luther predigte gegen den Bauernaufstand 1525 in der St. Martini-Kirche. Ebenfalls aus Stolberg stammt die Gräfin Juliane von Stolberg, Mutter von Wilhelm von Oranien-Nassau, einem Vorfahren der heutigen niederländischen Königin Beatrix.
www.stadt-stolberg.de,
www.harzinfo.de



Straße der Romanik (SdR)

Die „Straße der Romanik“ ist die beliebteste Tourismusroute in Sachsen-Anhalt. Auf rund 1.000 km verbindet sie in 65 Orten 80 besonders sehenswerte romanische Bauwerke und verläuft in Form einer Acht durch das ganze Reiseland. Schnitt- und Ausgangspunkt der Route ist die Landeshauptstadt Magdeburg, im Herzen des Bundeslandes gelegen. Am Domplatz befindet sich das Infozentrum zur „Straße der Romanik“, das „Haus der Romanik“. Eine Sterne-Klassifizierung der Bauwerke von „Beachtenswert“ bis „Eine eigene Reise wert“ erleichtert die Reiseplanung. Die „Straße der Romanik“ ist eine von vier Markensäulen des sachsen-anhaltischen Tourismusmarketings. Sie bietet viele Erlebnis- und Reiseangebote und macht mittelalterliches Leben an Originalschauplätzen für die ganze Familie erlebbar; z.B. mit Mittelalterfesten, Ritteressen, Kostümführungen. Umfangreiches Informationsmaterial und ein Faltblatt mit allen Stationen sind erhältlich unter
www.sachsen-anhalt-tourismus.de und www.romanikstrasse.de



Surfen
Reizvolle Reviere bietet Sachsen-Anhalt den Surfern. 15 Seglervereine, in denen auch die Surfer organisiert sind, haben ihren Sitz allein an den 303 Elbkilometern im Bundesland. Der größte natürliche See, der Arendsee („Perle der Altmark“) legt noch mal 550 Hektar für die Windsurferlust drauf, der Süße See im Mansfelder Land 260, der Muldestausee 500 Hektar. Weitere Surfreviere u.a.: Bergwitzsee, Rückhaltebecken Kelbra, Goitzsche, Geiseltalsee, Niegripper See, Barleber See, Salbker See.
www.lsv-sa.de, www.blaues-band.de, www.sachsen-anhalt-tourismus.de



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