UNESCO-Welterbe / Weltkulturerbe / Welterbestätten Die UNESCO hat es sich zur Aufgabe gemacht, Kultur- und Naturgüter der Menschheit, die einen "außergewöhnlich universellen Wert" besitzen, zu erhalten. 890 solcher Stätten sind weltweit bei der UNESCO gelistet, darunter 33 deutsche. Gleich vier Mal ist Sachsen-Anhalt mit Orten und Landschaften von solch besonderer Einmaligkeit und Bedeutung für die Menschheit bei der UNESCO vertreten: mit der Fachwerkstadt Quedlinburg als Flächendenkmal; mit Schlossberg und Stiftskirche St. Servatius, Münzberg und Wipertikirche. Mit den Bauhaus-Stätten in Dessau-Roßlau. Mit den Lutherstätten in den Lutherstädten Wittenberg und Eisleben. Mit dem Gartenreich Dessau-Wörlitz (142 Quadratkilometer). Das Biosphärenreservat Mittelelbe ist UNESCO-geschützte Naturlandschaft. www.unesco-welterbe.de, www.sachsen-anhalt-tourismus.de Unstrut (BB) Die Unstrut („Blaues Band“) ist ein ca. 190 km langer Nebenfluss der Saale und durchfließt Sachsen-Anhalt in einer der abwechslungsreichsten Landschaften im Süden des Reiselandes, mit vielen Weinhängen (nördlichstes Qualitätsweinbaugebiet Europas, 13. Deutsche Weinstraße), romanischen Bauwerken (“Straße der Romanik“) und Mühlen. Entlang des Flusses verläuft auf 44 km der Unstrut-Radweg. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten an den Ufern (Auswahl): Kaiserpfalz Memleben (Otto I.), Glockenmuseum in Laucha, „Himmelsscheibe von Nebra“ und „Arche Nebra“ (Mittelberg), die Neuenburg und die Rotkäppchen Sektkellerei in Freyburg, Barockschloss Burgscheidungen, Naumburger Dom. www.blaues-band.de Unstrut-Radweg Der Unstrut-Radweg, benannt nach dem gleichnamigen Fluss, erreicht Sachsen-Anhalt aus Thüringen kommend und folgt dem Flussverlauf auf ca. 44 km durch Europas nördlichstes Qualitätsweinbaugebiet. Er führt durch die Winzerstadt Freyburg, kreuzt drei Mal die „Straße der Romanik“ und läuft am Mittelberg, dem Fundort der „Himmelsscheibe von Nebra“, vorbei. Gut ausgebaute Wege mit asphaltierten und wassergebundenen, teils landwirtschaftlich genutzten Teilen und durchgängiger Beschilderung. Anbindung an: Salzstraße, Himmelsscheibenradweg, Rundkurs Saale-Elster-Radacht, Saale-Radweg. www.unstrutradweg.de, www.saale-unstrut-tourismus.de Unteres Saaletal, Naturpark Der Naturpark Unteres Saaletal umfasst auf 40.800 Hektar das Gebiet des unteren Saaletals in Sachsen-Anhalt, von Bad Kösen bis zur Saalemündung. Er wurde bereits 1961 als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen und ist einer von sechs Naturparks in Sachsen-Anhalt. Besonders schön ist die Landschaft im Abschnitt von Halle (Saale) bis Bernburg. Hier bietet der Flusslauf mit ursprünglichen Auenlandschaften, vielen kleinen Seitentälern, rötlich schimmernden Felshängen und Streuobstwiesen an den Ufern die meisten Naturschönheiten. Orte: Halle, Bernburg (Schloss, Dorfkirche - SdR), Nienburg (Klosterkirche St. Marien - SdR), Wettin (Burg), Rothenburg. www.unteres-saaletal.de Uta von Ballenstedt Die Figur der Uta von Ballenstedt (Mitte 13. Jh.) ist eine der berühmtesten Arbeiten des „Naumburger Meisters“ (Bildhauer, dessen Name nicht überliefert ist). Im einzigartigen Westchor des Naumburger Doms schuf er u.a. 12 wirklichkeitsnah gestaltete Stifterfiguren, von denen das Paar Markgraf Ekkehard und seine bildschöne Frau Uta besondere Wertschätzung genießt. Nicht zuletzt dem Werk des „Naumburger Meisters“ verdankt der Dom, dass er der meistbesuchte Ort an der „Straße der Romanik“ ist. Zu Ehren Utas findet in Naumburg jährlich ein Uta-Treffen mit „Utas“ aus aller Welt statt. Utas Gestalt und ihre charakteristischen Gesichtszüge haben für Generationen das Bild der mittelalterlichen adeligen Frau schlechthin geprägt. Viele hielten sie – und halten sie noch immer – für die schönste Frau des deutschen Mittelalters. Über das Leben der um das Jahr 1000 geborenen Markgräfin ist nicht viel bekannt. Sie war die Tochter eines Harzgrafen aus Ballenstedt und gehörte zu den Vorfahren der späteren Askanier. Durch ihre Ehe mit Ekkehard II. wurde sie Markgräfin von Meißen, und als solche fand sie Aufnahme in den Reigen der Naumburger Stifter. ,,Wenn Sie mich fragten, mit welcher Frau in der Geschichte der Kunst ich gerne essen gehen und einen Abend verbringen würde, wäre da zuerst Uta von Naumburg“, sagte einmal der italienische Historiker und Schriftsteller Umberto Eco (z.B. „Der Name der Rose“). www.naumburger-dom.de |