Wahrenberg (Stochendorf) Die kleine Gemeinde Wahrenberg (Biosphärenreservat Mittelelbe) im Norden Sachsen-Anhalts in der Altmark liegt direkt an der Elbe zwischen Seehausen und Schnackenburg (Niedersachsen) und ist der storchenreichste Ort Sachsen-Anhalts. Im Sommer finden hier viele Storchenführungen statt. Eine Attraktion für die ganze Familie ist der Auenpfad auf den Spuren der Störche im Ort. www.deutsche-storchenstrasse.de Walpurgisnacht Jedes Jahr in der Nacht vom 30. April zum 1. Mai sind der Harz und sein Hexentanzplatz oberhalb von Thale Schauplatz der berühmten Walpurgisfeiern. Man glaubte früher, dass sich dort in dieser Nacht Zauberer und Hexen mit dem Teufel versammeln würden. Heute: immer großes Hexenspektakel mit Livemusik. Nachmittags meist Kinderspektakel, abends Walpurgisfest, Feuerwerk um Mitternacht u.a. in Thale, Schierke, und vielen anderen Harzorten. www.harzinfo.de Wandern Sachsen-Anhalt verfügt über ein breit angelegtes Netz aus Wanderwegen mit allen Schwierigkeitsgraden und in unterschiedlichsten Landschaften. Bekanntestes, aber längst nicht einziges Wandergebiet ist der Harz, das nördlichste deutsche Mittelgebirge mit Biosphärenreservat Karstlandschaft Südharz, Naturpark und Nationalpark Harz. Wanderweg Nr. 1 im Harz ist der 94 km lange „Harzer Hexenstieg“ (von Osterode über Königshütte und Altenau bis Thale). Weitere sind der „Selketalstieg“ (67 km), der „Harzer Grenzweg“ (110 km) am „Grünen Band“ und Themenwege wie der Goetheweg oder der Heinrich-Heine-Weg. Besonders begehrt ist das Wanderabzeichen „Harzer Wandernadel“ mit 222 Stempelstellen im gesamten Harz. Andere Wanderwege: Karstwanderweg (Biosphärenreservat Karstlandschaft Südharz), Europäischer Fernwanderweg E 11, St. Jakobus Pilgerweg, Lutherweg, HeideBiberTour/Försterweg (Naturpark Dübener Heide), Via Regia. Für Kinder: Löwenzahnpfad bei Drei Annen Hohne. Zahlreiche sehr gut ausgeschilderte Wanderwege auch in der Dübener Heide und im Fläming, in der Altmark und im Saale-Unstrut-Triasland. www.wanderverband-lsa.de, www.harzerwandernadel.de, www.harzinfo.de, www.sachsen-anhalt-tourismus.de Wassersport / Wasserwandern Segeln, Surfen, Paddeln, Dampfer fahren, Wasserwandern – alles das und noch mehr ist, touristisch bestens erschlossen, möglich auf den vielen Seen und Flüssen des „Blauen Bandes“. Sachsen-Anhalt ist das erste Bundesland, das ein flächendeckendes wassertouristisches Leitsystem wasser- und landseitig installiert hat ("Blaues Band"). Die großflächigen Schilder weisen Wasserwanderer auf Sehenswürdigkeiten, Service- und Übernachtungsmöglichkeiten entlang des Ufers hin. Die Elbe ist mit 303 Flusskilometern in Sachsen-Anhalt der längste und wichtigste wassertouristisch genutzte Fluss im Reiseland. www.blaues-band.de Wasserstraßenkreuz Magdeburg Das Wasserstraßenkreuz Magdeburg, eines der "Verkehrsprojekte Deutsche Einheit", liegt nördlich der Landeshauptstadt bei Hohenwarthe und ist eine ingenieurtechnische Spitzenleistung, die jährlich viele tausend Besucher anzieht. Zu sehen gibt es die mit 918 m längste Trogbrücke Europas (32 m breit), die den Mittellandkanal über die Elbe in Richtung Elbe-Havel-Kanal führt. Allein das Wasser im Stauraum der Brücke wiegt 133.000 Tonnen. Besonders interessant ist die Technik zur Eisfreihaltung im Winter. An beiden Seiten der Trogbrücke, zwischen Trogwand und Wasserfläche, steigt dann warme Luft auf, damit kein Eis die Wände auseinander drücken kann. Der Höhenunterschied zwischen Mittellandkanal und Elbe wird durch eine Doppelkammer-Sparschleuse ausgeglichen, die selbst großen Schubeinheiten Platz bietet. Besucherplattform auf dem Dach des Schleusensteuerstandes. Die Magdeburger Weiße Flotte fährt das Wasserstraßenkreuz an (2,5 h ab Magdeburg, Anleger am Petriförder). www.magdeburg-tourist.de Weihnachtsmärkte Zur Advents- und Weihnachtszeit ist Sachsen-Anhalt ein echtes Wintermärchen. Die UNESCO-Welterbe Stadt Quedlinburg rühmt sich des eines der schönsten Weihnachtsmärkte Deutschlands. Ihr „Advent in den Höfen“ entführt zusätzlich an zwei Wochenenden im Dezember in zauberhafte historische Innenhöfe mit allerlei Kunsthandwerk und weihnachtlichem Treiben (www.adventsstadt.de). Viele der Weihnachtsmärkte finden vor solch geschichtsträchtiger oder romantischer Kulisse statt. So auch der Weihnachtsmarkt in Lutherstadt Wittenberg, unverwechselbar zwischen Luthers Predigtkirche und den Bürgerhäusern der Renaissance. Ebenfalls in besonderem Ambiente: Der Oranienbaumer Adventsmarkt in der barocken Stadtkirche, der Wernigeröder Weihnachtsmarkt vor Fachwerkkulisse aus dem 15. Jh. oder der Magdeburger Weihnachtsmarkt (einer der größten Weihnachtsmärkte und besonders kinderfreundlich) vor dem mächtigen 800 Jahre alten Dom sowie der Weihnachtsmarkt in der historischen Kurstadt Bad Lauchstädt. Weitere besondere Weihnachtserlebnisse (Auswahl): Weihnachten in der Westernstadt Pullmann City oder Waldweihnacht an der Harzköhlerei Stemberghaus unweit von Hasselfelde, Weihnachtssonderzüge der Harzer Schmalspurbahnen auf den Brocken. Eine Übersicht aller Weihnachtsmärkte und Winterangebote immer zur Saison unter www.sachsen-anhalt-tourismus.de. Weill, Kurt (1900-1950) Kurt Weill war einer der wichtigsten deutschen Komponisten des 20. Jh. und wurde 1900 in Dessau geboren. 1918 nahm er das Studium der Musik an der Hochschule für Musik in Berlin auf. 1927 begann er mit Bertolt Brecht zusammenzuarbeiten, woraus u.a. 1928 „Die Dreigroschenoper“ („Und der Haifisch, der hat Zähne“) entstand. Weill entstammte einem jüdischen Elternhaus und musste aufgrund der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1935 nach Amerika emigrieren, wo er in den 1940er Jahren zum Weltstar am Broadway wurde. Er starb 1950 in New York. Ihm zu Ehren findet jährlich das „Kurt-Weill-Fest“ in Dessau-Roßlau statt. Weitere berühmte Stücke: „One Touch of Venus“ (eines der ersten Stücke in der amerikanischen Musicalgeschichte) und „Lady in the dark“ (geschrieben mit Ira Gershwin, dem Bruder und Texter des amerikanischen Pianisten, Komponisten und Dirigenten George Gershwin). siehe auch Kurt-Weill-Festspiele. www.kurt-weill.de Wein / Weinbau / Weinstraßen / Weinberghäuser Das mediterran anmutende Gebiet um Saale und Unstrut im Süden Sachsen-Anhalts ist das nördlichste Qualitätsweinbaugebiet Deutschlands (684 ha). Es ist bekannt für seine edlen, preisgekrönten Tropfen aus rund 30 verschiedenen Rebsorten, die zu vielen Gelegenheiten direkt bei den Erzeugern oder während der regionalen Winzerfeste verkostet werden können. Über 40 Weingüter, darunter die Winzervereinigung Freyburg, das Landesweingut Kloster Pforta und die Rotkäppchen-Mumm Sektkellerei laden dazu ein. Schon seit dem 10. Jh. wird auf den Muschelkalk- und Buntsandsteinterrassen der Region Wein angebaut. Berühmte Burgen und Schlösser („Straße der Romanik“, Weinmuseum auf Schloss Neuenburg in Freyburg), Weinberge, Steilterrassen, jahrhundertealte Trockenmauern, romantische Weinberghäuschen (Schutzhäuschen der Weinbauern, oftmals architektonische Kleinode, meist aus dem 18. Jh.) und malerische Flusstäler prägen das Landschaftsbild und machen die Region zu einem der wichtigsten Reisegebiete in Sachsen-Anhalt. Die Highlights der Weinbauregion Sachsen-Anhalts passiert man auf der „Weinstraße Saale-Unstrut“ (60 km) von Memleben über Bad Kösen bis Bad Sulza, der „Weinstraße Mansfelder Seen“, die noch weiter nördlich zwischen dem Harz und Halle (Saale) verläuft und der „Weinstraße an der Weißen Elster“. www.saale-unstrut-tourismus.de. Weiße Flotte Die Magdeburger Weiße Flotte GmbH bietet Rund- und Panoramafahrten auf der Elbe (ab dem Anleger Petriförder Magdeburg), z.B. entlang der Stadt, am Tag oder romantisch am Abend, und zum Wasserstraßenkreuz Magdeburg, Schifffahrten gibt es auch von der Hansestadt Tangermünde und von der Lutherstadt Wittenberg aus. Schiffe können auch gechartert werden. Die „Stadtrundfahrt zu Land und zu Wasser“ in Magdeburg ist eine kombinierte Rundfahrt mit dem knallroten englischen Doppeldeckerbus der Stadt an Land und Schiffen auf der Elbe. www.weisseflotte-magdeburg.de, www.magdeburg-tourist.de Wellness Revitalisierung und Therapien durch wirksame Quellen, Salze und Moore finden in zahlreichen Heilbädern, Luftkur- und Erholungsorten Sachsen-Anhalts Anwendung, z.B. im Harz, in den alten Salzstädten wie Bad Salzelmen (Soletherme) oder dem Saale-Unstrut-Gebiet. Ein mildes, sanftes und recht gleichbleibendes Klima in einer ursprünglichen Natur ist dabei besonders förderlich für Entspannung, Heilung und Gesundheit. Viele Heilbäder und Kurorte sind auch historisch und architektonisch bedeutend. In Bad Lauchstädt etwa wurde nach Plänen von Goethe ein bis heute mit originaler Bühnentechnik erhaltenes Sommertheater gebaut. Die historischen Kuranlagen gehören zu den „Gartenträumen“. Viele Hotels in Sachsen-Anhalt haben sich auf Wellness spezialisiert. Überblick: www.kuren-sachsen-anhalt.de, www.sachsen-anhalt-tourismus.de Wernigerode / Wernigerode, Schloss (GT, SdR) Die traditionsreiche Fachwerkstadt Wernigerode (1121 erstmals urkundlich erwähnt) liegt am Nordrand des Harzes und bietet neben vielen historischen Bauten - wie dem Rathaus aus dem 15. Jh., dem „Kleinsten Haus“, dem „Schiefen Haus“ oder dem „Krummelschen Haus“ – auch malerische Gässchen und Winkel, alte Innenhöfe und viele bunte Vorgärten, an denen die Harzer Schmalspurbahn Richtung Brocken vorbei dampft. Die Stadt ist guter Startpunkt für Wanderungen wie eine Tour auf dem „Harzer Hexenstieg“ und zum Brockengipfel. Außerdem besonders sehenswert: Das Schloss Wernigerode, ursprünglich eine mittelalterliche Burg, die den Weg der deutschen Kaiser des Mittelalters auf ihren Jagdausflügen in den Harz sichern sollte. Eine erste Burganlage wurde im ersten Viertel des 12. Jh. über der Stadt errichtet. Die Schlossgärten (Terrassengarten, ehemals fürstlicher Tiergarten, Esskastanienwäldchen, Lustgarten) reichen vom hoch oben gelegenen Schloss bis hinunter in die Stadt und gehören heute zu den „Gartenträumen“. Jedes Jahr im Juni „Wernigeröder Rathausfest“ und von Juli bis August „Wernigeröder Schlossfestspiele“. In der Adventszeit wunderschöner Weihnachtsmarkt u.a. am Alten Markt. Kunsthof, Miniaturenpark „Kleiner Harz“, Wernigeröder Bürgerpark, Feuerwehrmuseum, Harzmuseum u.a.. www.wernigerode-tourismus.de, www.schloss-wernigerode.de Wettelrode, Röhrigschacht Das Schaubergwerk und Bergbaumuseum Röhrigschacht in Wettelrode in der Berg- und Rosenstadt Sangerhausen ist das einzige Bergbaumuseum in Sachsen-Anhalt mit eigener Seilfahrt und einem der ältesten in Betrieb befindlichen Fördergerüste Europas. Besucher können mit einer originalen Schachtförderanlage 283 m tief in den Schacht einfahren. Eine Grubenbahn führt über 1000 m tief in ein Abbaufeld des 19. Jh.. Bergmännische Druckluftgeräte veranschaulichen die enorme Belastung der Bergleute. Das Baumuseum zeigt Exponate zu 800 Jahren Bergbaugeschichte - ebenso der vier Kilometer lange, außerhalb des Schachts gelegene Bergbaulehrpfad. www.roehrigschacht.de Wettin In Wettin an der Saale im Süden Sachsen-Anhalts, etwa 20 km von Halle (Saale) entfernt, steht die Stammburg des Geschlechts der Wettiner. Die gewaltige Burganlage ist 500 m lang und 100 m breit und war von einer Stadtmauer mit drei Stadttoren umgeben. Hier wurde im 11. Jh. Konrad von Wettin geboren. Er gilt als Begründer der Herrschaft der Wettiner, der sächsischen Markgrafen, Kurfürsten und Könige in Mitteldeutschland. Außerdem besonders sehenswert: die schönen Fachwerkbauten der Innenstadt, St. Nikolai-Kirche (12. Jh.), Rathaus, Templerkapelle im Stadtteil Mücheln aus der zweiten Hälfte des 13. Jh. im gotischen Stil (einzige noch erhaltene Kapelle des Templerordens in Deutschland). www.wettin.de Winckelmann Museum Stendal / Winckelmann, Johann Joachim Die Hansestadt Stendal (1165 Stadtrecht) ist Kreisstadt des Landkreises Stendal, Verkehrsknotenpunkt und kulturelles sowie geographisches und ökonomisches Zentrum der (ländlichen) Altmark. Eine ihrer wichtigsten Sehenswürdigkeiten ist das Museum für den berühmtesten Sohn der Stadt, Johann Joachim Winckelmann (1717-1768), Begründer der klassischen Archäologie und Kunstgeschichte. Es ist das einzige ihm gewidmete Museum und steht an der Stelle seines Geburtshauses. Eine Dauerausstellung zeigt die umfangreiche Winckelmann-Sammlung der 1940 gegründeten Winckelmann-Gesellschaft. Im Museumshof: das größte begehbare Trojanische Pferd der Welt (KInder!) www.stendal-tourist.de, www.winckelmann-gesellschaft.de Wintersport Sachsen-Anhalts Wintersportregion ist der Harz, das nördlichste deutsche Mittelgebirge. Unter dem Reisethema „WinterHarz“ gibt es viele Sport- und Erlebnisangebote: Alpinskigebiete für Anfänger und Fortgeschrittene, Funparks für Snowboarder, rund 500 km Langlaufloipen, Rodelbahnen, Snow-Tubing-Anlage, Winterwanderwege u.a.. Nach dem Sport: „Harzer KulturWinter“, romantische Weihnachtsmärkte (Wernigerode, Stolberg) oder gemütliche Fahrten mit der Pferdekutsche. www.harzinfo.de Wörlitz (GT, Unesco-Weltkulturerbe) / Wörlitzer Anlagen Die „perfekte Verbindung des Schönen mit dem Nützlichen“ schuf Fürst Leopold III. Friedrich Franz von Anhalt-Dessau mit seinem 1760 bis 1817 angelegten Gartenreich Dessau-Wörlitz (UNESCO-Welterbe). 1764 bis 1800 entstand das Herzstück des grünen Reiches, die Wörlitzer Anlagen (112 Hektar). Sie gelten als erster Landschaftsgarten Kontinentaleuropas. Das 1769 bis 1773 entstandene Schloss Wörlitz wird als Gründungsbau des Klassizismus in Deutschland bezeichnet (originale Inneneinrichtung aus dem 18. Jh. und wertvolle Kunstsammlung). Das Gotische Haus in den Wörlitzer Anlagen (1773-1818 erbaut) beherbergt eine einmalige Sammlung mit Glasgemälden. Außerdem sehenswert: 22 Brücken, Gondeln und Fähren, künstlicher Vulkan und Villa Hamilton auf der Insel Stein, Seen, Kanäle, klassizistische und neugotische Bauwerke und Statuen am Wegesrand. www.gartenreich.com , www.luther-bauhaus-gartenreich.de |